Neue Sechser-Sesselbahn in "Winklmoos"

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So werben die Bauherrn für ihre neue Sechser-Sesselbahn. Baubeginn soll bereits im April sein.

Reit im Winkl - Eine neue Gaststätte im Skigebiet "Winklmoos" wird immer wahrscheinlicher. Wie jetzt aber bekannt wurde, soll vorher erst eine neue Sechser-Sesselbahn gebaut werden!

Einen wesentlichen Genehmigungsschritt voran kam in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats die geplante "Versorgungsstation" am Fuß des Scheibelbergs unweit der Winklmoosalm. Der Bebauungsplan wurde einstimmig genehmigt.

Die Antragsteller, die Reit im Winkler Brüder Hans und Josef Höflinger, Betreiber der Winklmooslifte, beschäftigen sich schon seit mittlerweile vier Jahren mit diesem Vorhaben, um den Wintersportlern inmitten des Skigebiets "Winklmoos" eine zeitgemäße Gaststätte anbieten zu können. Nach wie vor unterstützt der Gemeinderat einhellig dieses Bestreben.

Am Rande der Sitzung wurde aber bekannt, dass dem Bau dieses Berggasthofes zunächst der Bau einer neuen Sesselbahn vorgezogen wird, die den Scheibelberg-Schlepplift ersetzen wird.

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Bereits im vergangenen Jahr war vom Gemeinderat der Flächennutzungsplan in dem Gebiet am Ende des Rossalmliftes geändert worden sowie Standort und Größe des Gebäudes aufgrund von Behördenstellungnahmen modifiziert. Im Bebauungsplan wurde jetzt unter anderem festgelegt, dass die Grundfläche 500 Quadratmeter umfassen darf, die Firsthöhe bei 6,5 Metern liegt, dass maximal zwei Vollgeschosse zulässig sind und dass auch eine Wohnung für den Betriebsleiter vorhanden sein darf.

Bis zu 170 Sitzplätze wird die Gaststätte haben. Wann mit dem Bau begonnen wird, ist noch unklar - "in den kommenden Jahren", formulierte es Bürgermeister Josef Heigenhauser.

Dass dieser Zeitpunkt noch in ungewisser Zukunft liegt, begründet sich in der Tatsache, dass die Antragsteller zunächst den Schlepplift am Scheibelberg durch eine Sechser-Sesselbahn ersetzen wollen. Damit soll bereits in den nächsten Wochen begonnen werden.

Durch den Bau erfährt das Skigebiet Winklmoos/Steinplatte neuerlich eine deutliche Aufwertung. In den vergangenen Jahren wurde die Gondelseilbahn von Seegatterl neu gebaut und auch der Rossalm-Schlepplift durch eine Sesselbahn ersetzt. Wintersportler, die von Seegatterl kommend auf die Steinplatte wollen, sind ab der nächsten Wintersaison also auf keinen einzigen Schlepplift mehr angewiesen.

Einwände gegen den Bau der neuen Sesselbahn wurden im Landwirtschaftsministerium offenbar nicht geltend gemacht, obwohl auch Bergwald für die Lifttrasse sowie die Tal- und Bergstation gerodet werden muss. Nachdem aber kein neuer Lift gebaut, sondern ein bestehender modernisiert wird, greift nach Überzeugung des Amtes für Landwirtschaft und Forsten der Bergwaldbeschluss des bayerischen Landtags nicht, der seit 1984 Rodungen für neue Freizeiteinrichtungen verbietet.

ost/Chiemgau-Zeitung

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