Sperrungen als Dauerlösung umstritten

Reit im Winkl - Wegen der größten Amphibienwanderung Deutschlands muss bald wieder die B305 zwischen Seegatterl und Seehaus gesperrt werden. Aber ist dies eine Dauerlösung?

Mit Einsetzen der milden Frühlingstemperaturen wird im Bereich der drei Seen Weitsee, Mittersee und Lödensee in Kürze wieder die Amphibienwanderung über die Bundesstraße B 305 beginnen. An Deutschlands größtem Amphibienübergang wandern zwischen Ende März und Mitte Mai ca. 35.000 Amphibien zu ihren Laichgewässern. Zum Schutz der Amphibienbestände wird die Bundesstraße im Dreiseengebiet daher, wie schon in den vergangenen Jahren, während der Hauptzeit der Amphibienwanderung an mehreren Tagen zwischen 19 und 5 Uhr morgens voll für den Verkehr gesperrt.

Sperrungen als Dauerlösung?

Wie die Chiemgau-Zeitung am Samstag berichtet, wird dieses Thema seit Jahrzehnten bei den zuständigen Fachbehörden und bei Naturschützern diskutiert, mal heftiger und hitziger, mal eher abwartend. Ganz und gar anders war die Situation vor genau drei Jahren: Nach einer umfangreichen Zählaktion schienen die Behörden voller Tatendrang, mehrere bauliche Varianten wurden als Querungshilfen für die Amphibien diskutiert, 3,5 Millionen Euro waren als Investitionssumme im Gespräch, von einer Lösung mit Hand und Fuß war die Rede. Drei Jahre später scheint von diesen Absichten allerdings nicht mehr viel übrig zu sein, so die Chiemgau-Zeitung. Vor kurzem einigten sich Behördenvertreter auf eine mittelfristige Vereinbarung: Deren Kern reduziert sich offenbar auf zwei Begriffe: "Monitoring" und "Sperrmanagement".

Konsequentes Sperrmanagement und Monitoring - diese beiden Begriffe sollen in den kommenden Jahren also sicherstellen, dass die Grasfrösche, Erdkröten und Bergmolche in der größten Amphibienwanderung Deutschlands unbeschadet zu ihren Laichplätzen im Weitsee gelangen.

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Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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