170 Pferde gestern beim Georgiritt in Ruhpolding

Ein altes Gelübde wieder eingelöst

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Ruhpolding - Froh und erleichtert waren die Verantwortlichen des Georgivereins, als gestern in den frühen Morgenstunden Böllerschüsse und Kirchenglocken erklangen.**Jetzt mit neuen Bildern**

Damit waren die Zeichen für den den Georgiritt gesetzt, dessen Ursprung auf ein Gelübde aus dem 16. Jahrhundert zurückgeht.

Mit Striegeln und Polieren der Pferde und des Geschirrs wurde noch einmal alles auf Hochglanz gebracht, bis sich pünktlich um 10 Uhr unter dem Glockengeläut der Pfarrkirche St. Georg der "Irgnritt", wie dieses alte christliche Brauchtum in Ruhpolding auch genannt wird, Richtung Zell zur Kirche St. Valentin in Marsch setzte. Angeführt vom Vorreiter mit der Standarte des Georgivereins und dem Spitzenkreuz folgten 170 herausgeputzte Pferde aus nah und fern.

Der Georgiritt in Ruhpolding

Prächtige Rösser zogen Festwagen und Kutschen, auf den Pferdegespannen wurden die Figur des heiligen Georg und die Nachbildungen der drei alten Ruhpoldinger Kirchen mitgeführt. Auf anderen Wagen begleiteten die beiden Ruhpoldinger Trachtenkapellen den Ritt, wieder andere waren mit den "Historischen" in ihren alten Trachten oder mit den Mitgliedern der Feuerschützengesellschaft besetzt und in den Festkutschen saßen die Honoratioren der politischen und der kirchlichen Gemeinde sowie die Vertreter der Standestrachten.

"Pakisten" und Gebirgsjäger dabei

Für die "Paktisten" des Georgivereins war es wieder eine ehrende Verpflichtung, in ihren gut erkennbaren blauen Übermänteln mit roten Krägen den Votivritt zu begleiten. Für die Bundeswehr präsentierte sich erneut die Gebirgstragtierkompanie aus Bad Reichenhall. Den vielen Tausend Zuschauern bot sich ein farbenprächtiges Bild.

Die Bilder vom Georgiritt

Nach dem Festgottesdienst, zelebriert von Pfarrer Otto Stangl, zogen alle Pferde am Altar vorbei und empfingen traditionsgemäß den Segen. Danach ging es wieder zurück in den Ort und die zahlreichen Besucher konnten alle Teilnehmer des Georgirittes noch einmal bewundern.

Georgitag in Ruhpolding

Sichtlich erleichtert war der Vorsitzende des Georgivereins, Andreas Hofmann, dass auch in diesem Jahr das Wetter mitspielte und der Ritt unfallfrei verlief.

Georgiritt in Ruhpolding

Für den anschließenden Georgitag hatten sich der Wirtschaftsverband, die Vereine und die Gastronomiebetriebe wieder allerhand Attraktionen einfallen lassen. Ruhpolding war eine einzige verkehrsfreie Fußgängerzone und viele Geschäfte hatten bis 17 Uhr geöffnet. Auf den Straßen und Plätzen spielten Musikgruppen und es gab in reichhaltiges Unterhaltungsprogramm für Jung und Alt.

hbw/Chiemgau-Zeitung

Rubriklistenbild: © hbw

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