Zwei aufwändige Bergwachteinsätze

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Aschau - Bereits zu zwei aufwändigen Bergungen wurde die Bergwacht Sachrang-Aschau in dieser Woche gerufen. Ein Holzarbeiter und ein 17-Jähriger mussten gerettet werden

Am Montag wurde gegen 13.30 Uhr der Einsatzleiter der Bergwachten im Priental von der integrierten Leitstelle Rosenheim zu einem schwer verletzten und unter einem Baumstamm eingeklemmten 35-jährigen rumänischen Holzarbeiter alarmiert. Dieser lies sofort die Mannschaft der Bergwacht Sachrang-Aschau alarmieren. Da die Meldung über die Rettungsleitstelle Tirol kam, war bereits der Notarzthubschrauber HELI 3 ebenfalls zu dem Einsatz alarmiert.

Zum Einsatz wurden die Freiwilligen Feuerwehren Sachrang, Aschau und Frasdorf alarmiert, um den eingeklemmten Holzarbeiter mit Rettungsspreitzer und Hebekissen zu befreien. Nur ca. zehn Minuten nach der Alarmierung trafen die ersten Sachranger Bergretter an der Einsatzstelle ein, wo weitere Holzarbeiter bereits ihren Kameraden mit der Motorsäge von der Last des Baumstammes befreit hatten. Somit war ein Eingreifen der Feuerwehrkameraden mit ihrem Spezialgerät nicht mehr nötig.

Der zeitgleich eingetroffene Rettungshubschrauber HELI 3 aus Tirol setzte nach einem Überflug seinen Notarzt mit dem Rettungstau direkt an der Einsatzstelle ab. Nach notärztlicher Erstversorgung an der Unglücksstelle wurde der Verletzte von den Einsatzkräften der Bergwacht in den Bergesack verpackt, mit dem Rettungstau des Hubschraubers ins Tal geflogen und dort in den Hubschrauber umgeladen. Mit den Verdacht eines Polytraumas im Beckenbereich, Verletzungen der Wirbelsäule und auch inneren Verletzungen wurde er anschließend ins Klinikium München-Schwabing geflogen.

Zu einem weiteren, normalerweisen nicht spektakulären Einsatz, wurde die Bergwacht Sachrang-Aschau am Donnerstag gegen 8.30 Uhr alarmiert. Ein 17-jähriger Jugendlicher aus dem Raum Rosenheim war in der Kaisersäle an der Kampenwand gestürzt und hatte sich am Knöchel verletzt. Auf Grund des schlechten Wetters und der immer wieder aufziehenden Nebelfelder war eine Bergung mit dem Rettungstau, wie in solchen Fällen normalerweise üblich, nicht möglich. Somit musste der Patient aufwendig mit der Gebirgstrage geborgen werden.

Medizinisch betreut wurde er dabei vom Bergwachtnotarzt und dem Notarzt des Rettungshubschraubers Christoph 14 aus Traunstein. Da sich der Unfall bei einem Ausflug der Bergwachtjugendgruppe aus Rosenheim handelte, hatten die sieben Sachranger Bergretter viele helfende Hände zur Unterstützung. Trotzdem dauerte der Abtransport bis zum Rettungshubschrauber Christoph 14, der an der Gori-Alm wegen der niedrigen Wolkendecke landen musste, knapp zwei Stunden. Dieser flog den Jugendlichen dann zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus Traunstein.

Pressemeldung Bergwacht Sachrang - Aschau

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