Sanierung der Hochplattenbahn abgeschlossen

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Die Hochplattenbahn ist jetzt hoch modern - was man auch an der Bergstation sehen kann.

Marquartstein - Die Gemeinde hat die umfangreichen Sanierungsarbeiten an der Hochplattenbahn am Rand des Ortsteils Niedernfels abgeschlossen. Die Bahn nutzt nun eine moderne Seilbahntechnik.

Im Rahmen einer Besichtigung mit Vertretern von Behörden und beteiligten Firmen erläuterte Bürgermeister Andreas Dögerl die Entstehungsgeschichte der Bahn und die neue hochmoderne Seilbahntechnik. Auf dem Berg und im Tal sind optisch ansprechende neue Gebäude entstanden mit modernen, auch behindertengerechten Sanitäranlagen.

Die Kommune erneuerte das drei Kilometer lange Förderseil und schaffte 95 neue rote Doppelsessel mit klappbaren Sitzflächen und Thermoauflage an. Die Komforteinlagen an Rückenlehnen und Sitzen wärmen bei niedrigen Temperaturen, so dass die Besucher bequem und fast geräuschlos durch die Naturlandschaft gleiten können. Neu ist auch, dass die Sessel bei der Fahrt ohne Gäste mit einer Plane gegen Feuchtigkeit und Kälte geschützt werden. Bei einem Höhenunterschied von 431 Metern und einer schrägen Bahnlänge von 1410 Metern beträgt die Fahrzeit etwa zehn Minuten.

Die Doppelsesselbahn wurde 1972 gebaut, aber noch bis vor zwei Jahren hatte die gesamte Bergstation keinen Anschluss an die Strom- und Wasserversorgung. Erst im letzten Jahr wurde die Bergstation der Hochplattenbahn zusammen mit der Erschließung der Grassauer Almen in die Infrastruktur mit Abwasser, Strom und Telekommunikation mit eingebunden. Um die höchstmögliche Förderung für die gesamte Sanierung der Bahn zu erreichen, musste die Maßnahme schnell und im Zuge einer Gesamtplanung vonstatten gehen. Die Gesamtinvestition habe netto rund 1,2 Millionen Euro betragen, so Dögerl. Das Wirtschaftsministerium habe die Höchstförderung in Höhe von 403.000 Euro zugesagt.

Mit der sanierten Seilbahn werden im Sommer, aber vor allem im Winter, neue Zielgruppen angesprochen, besonders Familien und Senioren. Alle Ein- und Ausstiegsbereiche, Zu- und Abgänge sind barrierefrei gestaltet. Die breiten Wege am Berg mit keinen allzu hohen Steigungen sind auch für Senioren und kleinere Kinder geeignet.

Wiedereröffnungsfeier am Samstag

Von der neuen großen Aussichtsplattform in Stahlkonstruktion an der Bergstation öffnet sich ein großartiger Ausblick ins Tal und die umliegende Berglandschaft. Mehrere hölzerne Ruheliegen, auch am Staffnweg, laden zum Entspannen ein. Die leicht zu erreichende Staffn-Alm ist im Sommer täglich geöffnet. Die Bahn ist bis 1. November täglich von 9 bis 17 Uhr in Betrieb.

Die Wiedereröffnungsfeier beginnt am Samstag, 14. Mai, um 13 Uhr an der Bergstation. Im Anschluss an die ökumenische Segnung erwartet die Besucher ein schönes Programm von Auftritten der Musikkapelle und des Trachtenvereins bis zu einer Vorstellung von "The Pipes". An einem Kletterturm bietet die Bergwacht Probeklettern, Mountain- und E-Bikes können getestet werden. Der Fahrpreis für die Sesselbahn beträgt an diesem Tag nur einen Euro. Die Einnahmen kommen der Jugend von Bergwacht, Trachtenverein und Musikkapelle zu Gute.

gi/Chiemgau-Zeitung

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