Antrag der Saunainitiative: Gemeinderat genehmigt Kosten für separates Gutachten

Ist Sauna ohne Hallenbad möglich?

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Unterwössen - Die "Saunainitiative" will die Sauna in Unterwössen auch ohne das Hallenbad weiter betreiben lassen. Die Gemeinde lässt nun ein Gutachten dazu erstellen.

Um den Investitionsbedarf und die Wirtschaftlichkeit für einen Weiterbetrieb der Sauna ohne das insolvente Hallenbad feststellen zu können, hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung im Rathaus mit überwältigender Mehrheit beschlossen, 2000 Euro für ein entsprechendes Gutachten bereitzustellen. Anlass war ein Antrag von Günther Dörr von der sogenannten Saunainitiative, die sich eine Weiterführung des Saunabetriebes zum Ziel gesetzt hat.

Mit seinem Antrag wollte Dörr nicht nur die Ambitionen der Saunainitiative kundtun, sondern auch die Grundeinstellung der Gemeinde zu diesem Thema ausloten. Weiterhin hatte Dörr vorgeschlagen, dass die Initiative nach der Grundlagenermittlung gemeinsam mit der Gemeinde und dem Hallenbadausschuss sowie mit Handwerkern und Fachberatern den möglichen Investitionsbedarf für eine Renovierung der Sauna erarbeiten könnte.

"Zum jetzigen Zeitpunkt kann sich die Gemeinde über die Zukunft der Sauna in keiner Weise festlegen", so die eindeutige Aussage von Bürgermeister Hans Haslreiter. Dazu müsse erst der Abschluss des Insolvenzverfahrens und eine Entscheidung über das Gesamtkonzept abgewartet werden.

Allerdings hielt er eine Grundlagenermittlung über den Insolvenzbedarf und die Wirtschaftlichkeit der Sauna zur Entscheidungsfindung durchaus für sinnvoll und stellte dafür 2000 Euro in Aussicht.

Eindeutig gegen die Einholung eines separaten Saunagutachtens sprach sich Sandra Sonntag (FDP) aus: "Sauna ohne Hallenbad geht nicht. Wir sollten deshalb ein Gutachten über Sauna, Hallenbad und das gesamte Gebäude erstellen lassen. Alles andere ist Flickwerk."

Dem widersprach Anton Aberger (CSU): "Auch bei einem Gesamtgutachten müsste man Sauna und Hallenbad getrennt betrachten." Claudia Schweinöster (Unabhängige Wählergemeinschaft Wössen) sah das beantragte Teilgutachten von der praktischen Seite: "Damit machen wir nichts falsch und könnten schon mal sehen, was wir zu erwarten haben."

Im Übrigen bewertete sie, wie auch Thomas Beilhack (SPD), ein Teilgutachten als "Baustein, den wir auch später immer wieder einbringen könnten".

Bis auf Sonntag stimmten schließlich alle Gemeinderäte dafür, 2000 Euro für ein Fachgutachten über Investitionsbedarf und Wirtschaftlichkeit eines separaten Saunabetriebes zur Verfügung zu stellen. Festgelegt wurde zudem, dass das Gutachten im Wesentlichen in Zusammenarbeit mit dem Hallenbadausschuss erarbeitet werden soll.

vd/Chiemgau-Zeigung

Rubriklistenbild: © dpa

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