Raritäten beim Motorrad-Oldtimer-Treffen

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Schleching - Zum dritten Mal veranstaltete der Motorradclub zum Auftakt der Saison einen Oldtimer-Frühschoppen. Raritäten bis aus dem Salzburger Land gab es zu bestaunen:

Zum Auftakt der Motorradsaison und gleichzeitig des 25. Jubiläumsjahres veranstaltete der Motorradclub Schleching zum dritten Mal einen Motorrad-Oldtimer-Frühschoppen vor dem Gasthof „Zur Post“. Motorrad-Raritäten aus dem Chiemgau und bis aus dem Salzburger Land hatten sich trotz kühler Fahrttemperaturen eingefunden.

Fachkundiges Publikum und Bewunderer scharten sich um die Oldtimer und eine Reihe seltener Rennmaschinen. Darunter waren mehrere Ducati Corsa: eine TT1 und eine Pantah, eine Aermacchi 500 R und Bultaco TSS 350 des Zweiten Vorsitzen des Motorradcubs Alois Aigner. Alois Aigner hatte sichtlich Spaß daran, den enormen Sound der Aermacchi 500 R und der Ducati Pantah aufheulen zu lassen. Zu den raren Rennmaschinen, von denen nur ganz wenige gebaut wurden, gehört die BMW 500 RS Königswelle, Baujahr 1968. Aber auch andere klangvolle Namen wie Harley Davidson Wide Glide von 1980 und XLH1000 Sportster von 1975, und Moto Guzzi waren vertreten, darunter, eine Le Mans 1 von 1978 mit 950 Kubikzentimeter oder die „Guzzino“ von 1953 mit nur 65 Kubikzentimeter.

Die älteste Maschine war eine BMW R63 Baujahr 1928 Zwei-Zylinder mit 750 Kubikzentimeter und zirka 60 PS von Paul Schwab aus Köstendorf (Salzburger Land). Einen weiten Weg von Ungarn, wo gegen Ende des Zweiten Weltkrieges etliche Maschinen liegen geblieben sind, über Österreich und Schweinfurt bis zu Hans Pletschacher legte eine Wehrmachtmaschine mit Beiwagen Zündapp KS 750 von 1942 zurück.

Mit 1,5 PS und 98 Kubikzentimetern ist die Miele von 1938 der Ersten Kassiererin Christa Kling bei vielen Oldtimerveranstaltungen im Einsatz. Die Vespa 50 N von 1966 von Max Kling rief Erinnerungen an die Hippiezeit wach. Aber auch leichte Maschinen, wie die NSU Fox von 1951 waren damals gängige Verkehrsmittel, um in Urlaub zu fahren. Eine Rarität ist auch die NSU Quick von 1940 mit 98 Kubikzentimeter und nur 3 PS von Bernhard Tausendpfund aus Schleching.

Motorrad-Oldtimer-Frühschoppen

Als die Fachgespräche schon auf dem Höhepunkt angelangt waren, fuhren Beate und Hans Rabe mit zwei DKW 200 H von 1952 und 175 VS von 1956 vor. Es muss Spaß machen, diese Maschinen im Vergleich zu den heutigen schweren Motorrädern zu fahren. Baujahr 1995, damit kein Oldtimer, aber toll anzuschauen, war das Gespann mit Beiwagen und Anhänger, Moto Guzzi California 1100i von Uwe Wurch aus Ettenhausen. Das Ehepaar fährt damit nicht nur zu den Euro-Gespann-Treffen nach Luxemburg, sondern chauffiert in München auch Behinderte zu deren größter Freude. Kein Motorrad, aber trotzdem interessiert umringt, war der Lloyd LP600 Alexander, der zuletzt noch vorfuhr.

Die inzwischen wärmende Sonne ließ den Oldtimer-Frühschoppen mit langen Fachgesprächen zu einem gemütlichen Ereignis werden. Johannes Weber spielte dazwischen mit der Ziach auf.

bre

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