Naturschutzwächter klären an Parkplätzen auf

Das Betreten ist streng verboten

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Blick auf das Naturschutzgebiet von der Schlechinger Seite mit Geigelstein (rechts) und Breitenstein (Bild oben). Die Routenskizze (Grafik unten) von Schleching aus.

Schleching - Naturschutzwächter werden heuer wieder an den Parkplätzen der Zugänge zum Geigelsteingebiet die Skibergsteiger aufklären. Die Polizei geht Streife auf dem Geigelstein.

Naturschutzwächter werden heuer wieder an den Parkplätzen der Zugänge zum Geigelsteingebiet von Schleching-Ettenhausen und von Sachrang aus die Skibergsteiger aufklären. Darüber hinaus werden die Polizeidienststellen in Traunstein und Rosenheim auf dem Geigelstein Streife gehen.

Im Naturschutzgebiet Geigelstein, im Faltblatt und auf den Tafeln deutlich gekennzeichnet, gilt in den Ruhezonen vom 1. Dezember bis 31. Mai ein Betretungsverbot, im übrigen Zeitraum ein Wegegebot. Ausnahme ist die Skiroute Rossalm, die vom 1. Dezember bis 31. März entlang der Skimarkierung freigegeben ist. Die Südseite des Breitensteins und das "Karl" dürfen vom 1. Dezember bis 31. Mai nicht betreten oder befahren werden. Zum Breitenstein sind der Zugang und die Abfahrt über die Nordseite seit Oktober 2009 wieder möglich.

Die geänderte Naturschutzverordnung für das Geigelsteingebiet ist seit Oktober 2009 in Kraft. Sehr empfindliche Zonen des Naturschutzgebietes wurden deutlich abgegrenzt, zugleich sind Möglichkeiten für Winterbergsteiger in unproblematischen Bereichen freigegeben. An den Parkplätzen zu den Aufstiegen sind Tafeln mit den Routen aufgestellt.

Zur Kennzeichnung der Ruhezonen haben die Landratsämter Traunstein und Rosenheim an besonders markanten Punkten Stopp-Schilder angebracht. Das Faltblatt "Naturverträglich Skitouren- und Schneeschuhgehen im Naturschutzgebiet Geigelstein" mit den möglichen Routen liegt in den Hütten auf, zum Beispiel auf der Priener Hütte sowie in Informationsboxen an allen Ausgangspunkten.

Wichtig ist, dass die neuen Regelungen eingehalten werden, nicht nur um Bußgelder zu vermeiden, sondern nach dem Motto "leben und leben lassen", um den Tieren im Winter eine Überlebenschance zu geben.

Das Naturschutzgebiet Geigelstein zählt zu den besonders wertvollen Bergregionen der Bayerischen Alpen. Eine Fülle seltener Pflanzen und Tierarten, darunter alle vier heimischen Raufußhuhn-Arten (Auerhuhn, Birkhuhn, Haselhuhn und Schneehuhn) haben hier noch eine Heimat. Sie sind in den Bayerischen Alpen vom Aussterben bedroht. Die Winterruhezonen sind nach wildbiologischen Notwendigkeiten eindeutig abgegrenzt. Bei Störungen verhungern die Raufußhühner innerhalb kurzer Zeit, weil sie keine Fettreserven ansammeln können.

Trotzdem sind für die Winterbergsteiger eine Vielzahl von Tourenmöglichkeiten offen.

bre/Chiemgau-Zeitung

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