Jury sieht sich in Schleching um

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Schleching - Aufruhr in Schleching: Am 21. Mai wird eine Jury erwartet, die das Dorf genau unter die Lupe nehmen wird. Es geht dabei um den Europäischen Dorferneuerungspreis 2012.

Bürgermeister Josef Loferer und Geschäftsleiterin Christine Zaiser informierten in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats über die Vorbereitungen für den Jurybesuch zum Europäischen Dorferneuerungspreis 2012, der unter dem Motto "Der Zukunft auf der Spur" steht. Das bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten hatte Schleching als einzige bayerische Gemeinde für den Preis vorgeschlagen.

Anfang des Jahres hatte sich die Gemeinde Schleching mit einer umfangreichen Dokumentation um den Preis bei der Europäischen ARGE Landentwicklung Dorferneuerung, Wien, beworben.

Bei der ersten Bewertungssitzung Ende März in Budapest hatte sich die internationale Jury im Wettbewerb mit den eingereichten Unterlagen der 29 Wettbewerbsteilnehmer auseinandergesetzt und konstatierte ein insgesamt sehr hohes Niveau. "Es ist beeindruckend, mit wie viel Mut, Kreativität, Beharrlichkeit und Weitblick Projekte umgesetzt wurden und werden, die nachhaltig die ökonomische Potenz, die ökologische Qualität, den sozialen Zusammenhalt und die kulturelle Identität der jeweiligen Dörfer festigen." Es gehe bei dem Wettbewerb darum, die Dörfer in ihrem Engagement zu bestätigen, zu weiteren Aktivitäten zu motivieren und die Möglichkeit des Vergleiches und Austausches mit mehr oder weniger Gleichgesinnten aus ganz Europa zu bieten, so die Geschäftsführerin der Europäischen ARGE Landentwicklung und Dorferneuerung, Theres Friewald-Hofbauer.

Am Montag, 21. Mai, wird nun in einer fest abgegrenzten Zeit von 14.40 bis 18.30 Uhr eine Jury die Gemeinde Schleching bereisen. Die Jurymitglieder sind Direktor Charles Konnen (Städtebau), Luxemburg, Karl Mayr (Forstwirtschaft), Niederösterreich, und Garten- und Landschaftsarchitektin Heike Roos, Thüringen.

An der Bewerbungs-Dokumentation wirkten mit die Zweite Bürgermeisterin Elfie Bachmann und Geschäftsleiterin Christine Zaiser, der Vorstandsvorsitzende Peter Oster, Amt für Ländliche Entwicklung Oberbayern, und die Regionalmanagerin Karin Heinrich, Ökomodell Achental, sowie das frühere Jurymitglied Architekt Martin Frank, Nationaler Koordinator im Europäischen AlpHouse-Projekt.

Wie Bürgermeister Loferer betonte, soll den Jurymitgliedern in der knapp bemessenen Zeit ein umfassender, lebendiger Eindruck von der Gemeinde mit ihrem sozialen und wirtschaftlichen Umfeld, dem kulturellen Leben sowie mit den Maßnahmen der Dorferneuerung und den Aktionen und Zielen des Ökomodell Achental vermittelt werden. Zaiser stellte hierzu den ausgearbeiteten Zeitplan für den Jurybesuch vor. Die direkt Beteiligten wurden auf einer gesonderten Veranstaltung im Bürgerhaus oder werden noch kurzfristig informiert.Wichtig sei aber auch, dass die Bürger wie an Werktagen üblich, sichtbar ihrer Arbeit nachgehen und so ein lebendiges Dorfleben präsentieren.

bre/Chiemgau-Zeitung

Rubriklistenbild: © pa

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