Medaillen und Urkunden für Dorferneuerung

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Schleching - Ein Trio ist für sein großes ehrenamtliches Engagement bei der Dorferneuerung mit Medaillen und Urkunden ausgezeichnet worden. Hier gibt's die Preisträger.

„In unregelmäßigem, etwa zweijährigem Turnus verleiht der Bayerische Staatsminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Helmut Brunner an verdiente Bürger im Ländlichen Raum die Staatsmedaille,“ sagte Präsident Georg Raum, Amt für Ländliche Entwicklung Oberbayern (ALE), bei der Feierstunde am Dorfplatz in Schleching. Schleching sei dieses Mal mit der Dorferneuerung in Schleching und Raiten ganz vorne dabei. Hartmut Rihl, Martin Sabold und Alois Steiner erhielten die Medaille in Bronze und die Urkunde „in Anerkennung ihrer Verdienste um die Ländliche Entwicklung in Bayern“.

Ehrung engagierter Bürger in Schleching

Der Bedeutung der Verleihung entsprechend waren vom Amt für Ländliche Entwicklung Oberbayern außerdem die Abteilungsleiter Andreas Hennemann - Oberbayern Ost, Josef Holzmann - Oberbayern West, Rolf Meindl - Finanzierung und Peter Selz – Zentrale Dienste und der Vorstandsvorsitzende der Dorferneuerungsverfahren in Schleching Peter Oster aus München angereist. Aus Schleching waren geladen die Gattinnen der Geehrten, Altbürgermeister Fritz Irlacher, der die Dorferneuerung auf den Weg gebracht hat, die Gemeinderäte und Dr. Jan Bodo Sperling, Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande und Beispiel für großes ehramtliche Engagement in der Gemeinde.

„Viel Ehrenamtliches Engagement hat die Gemeinde in den vergangen Jahren weit vorangebracht,“ würdigte Bürgermeister Josef Loferer beispielgebend die drei Empfänger der Staatsmedaille. Krönender Höhepunkt sei für die Gemeinde die Verleihung des Europäischen Dorferneuerungspreises als Vizemeister gewesen.

Die Laudatio und die Verleihung der Urkunde mit Medaille übernahm Präsident Raum: „Hartmut Rihl stellte als Örtlich beauftragtes Mitglied des Vorstands der Teilnehmergemeinschaft der Dorferneuerung Schleching III von 2001 bis zum heutigen Tag sehr umfangreiche ehrenamtliche Nachforschungen für die Hoftafeln an, die an den Häusern angebracht wurden und von deren Herkunft zeugen. Ebenso unermüdlich gab er sich bei seinen Entwürfen der geschichtlichen Informationstafeln, die an den historisch bedeutsamen Orten im Dorf aufgestellt wurden und immer noch werden. Bei der Erstellung von Ausstellungen und der Dokumentation im Rahmen der Dorferneuerung war er stets federführend tätig.“

In der Jurybereisung zum Europäischen Dorferneuerungspreis 2012 war er zusammen mit Martin Sabold federführend tätig. In diesem internationalen Wettbewerb schrammte Schleching nur knapp am ersten Preis vorbei. Sein großes geschichtliches Wissen um Schleching machten Hartmut Rihl prädestiniert für das Ehrenamt des Ortsheimatpflegers, das er seit 1990 ausübt. Da verwundert es nicht, dass er auch ein Mitinitiator des Heimat- und Geschichtsvereins Achental e.V. war. Zu seinen zahlreichen Ehrenämtern zählte auch das des Pfarrgemeinderatsvorsitzenden, das er von 1974 bis 1998 inne hatte.“

Martin Sabold ist ebenfalls seit 2001 im Vorstand der Teilnehmergemeinschaft als stellvertretendes Mitglied tätig. „Sein umfangreiches Wirken im Verfahren zeigt, dass nicht nur ein Örtlich Beauftragter maßgeblich am Geschick seines Ortes mitwirken kann. Bei den sehr umfangreichen Eigenleistungsarbeiten in der Dorferneuerung übernahm er die Koordination. Er ist das Bindeglied zwischen dem Vorstand der Teilnehmergemeinschaft, der Gemeindeverwaltung, dem Planer und den aktiven Teilnehmern. Darüber hinaus legte er bei den Eigenleistungsarbeiten selbst Hand an, gerade bei den Abmarkungs- und Vermessungsarbeiten sowie auch bei den nicht vom ALE geförderten Maßnahmen. Für den Naturerlebnis- und -lehrpfad „Stoamandlweg“, der als Maßnahme der „Integrierten Ländlichen Entwicklung“ (ILE) noch umgesetzt werden soll, war er Initiator und Ideengeber.

In der Jurybereisung zum Europäischen Dorferneuerungspreis 2012 war er zusammen mit Hartmut Rihl federführend tätig. Sein Bemühen um das Wohl der Schlechinger Gemeinschaft zeigt sich auch in seinem 30-jährigen Dienst in der Kirchenverwaltung und dem Pfarrgemeinderat. In der Bergwacht war Martin Sabold sogar 40 Jahre lang aktiv im Ehrenamt tätig und steht heute immer noch mit Rat und Tat seinen Kameraden zur Seite.“

Alois Steiner ist seit 2002 Mitglied des Vorstandes der Teilnehmergemeinschaft. Als Sprecher der Dorfgemeinschaft Raiten ist er das wichtigste Bindeglied zwischen der Dorfbevölkerung und der Gemeindeverwaltung, dem ALE und anderen am Prozess beteiligten Behörden. Ganz besonders zeigte sich das in der Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Bauamt Traunstein und dem Wasserwirtschaftsamt Traunstein (unter anderem bei der Umgehung der Bundesstraße 307 um Raiten). In dem Verfahren koordinierte er alle Arbeiten vor Ort und trug so maßgeblich zum Gelingen der Dorferneuerung und der Flurneuordnung Raiten bei.

Im alltäglichen Ablauf der Dorfgemeinschaft ist er ein gesuchter Ansprechpartner und Organisator. Sein Wort als „Bürgermeister“ von Raiten, in dessen Rolle Alois Steiner oftmals gesehen wird, hat ein nicht zu unterschätzendes Gewicht in der Bevölkerung.“

Der Verleihung mit volksmusikalischer Gestaltung durch Claudia Schlagbauer-Ritter und Rudi Ritter mit Franziska Hammerl und Theresa Hörterer, Letztere Schülerinnen der Musikschule Cantica, schloss sich am Dorfplatz im Schatten des Dorfstadels – beide Maßnahmen der Dorferneuerung – eine gemütliche Kafferunde an. Die Damen der Gemeindeverwaltung hatten den Sektempfang und die Kaffeetafel mit selbst gebackenem Kuchen liebevoll vorbereitet. Sie bewirteten auch die Gäste – wieder ein Beispiel für gemeinschaftliche Zusammenarbeit.

bre

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