In Schleching darf weiter gefeiert werden!

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Schleching - Zwei Anwohner haben sich über die nächtlichen Veranstaltungen am Dorfplatz beschwert. Sie reichten sogar Klage ein. Warum das Verfahren nun eingestellt wurde:

Rund fünf Veranstaltungen finden jedes Jahr am Schlechinger Dorfplatz statt, die auch in die Nachtzeit - als bis nach 22 Uhr - dauern. Zwei Anwohnern war das allerdings zu viel. Sie reichten Klage beim Verwaltungsgericht ein, mit dem Ziel, dass künftig nur noch maximal zwei Feste mit einer Verlängerung der Ruhestörungen bis Mitternacht zugelassen werden dürfen. "Der Dorfplatz ist extra hergerichtet worden, damit man dort feiern kann. Jahrzehntelang wurde das auch gut angenommen. Und dann kommt von Leuten, die erst ein paar Jahre hier wohnen, so eine Klage. Das hat schon für großes Unverständnis in der Gemeinde gesorgt", berichtet die geschäftsleitende Beamtin der Gemeinde, Christine Zaiser. Man sei enttäuscht gewesen, dass das Gemeindeleben so stark angegangen werde.

Doch der Gegenschlag ließ nicht lange auf sich warten: Kurz nach der Klageeinreichung lässt Schleching seine gemeindliche Lärmschutzverordnung aufheben. "Dadurch ist der Klage der Boden entzogen worden", erklärt Zaiser. Und der Schachzug zeigt Wirkung: Mittlerweile ist das Verfahren eingestellt worden. Zaiser: "Wenn sich zukünftig jemand über die nächtlichen Veranstaltungen beschweren will, dann muss er das beim Landratsamt tuen." Das bedeutet aber nicht, dass sich Schleching aus der Verantwortung stehlen will. "Veranstaltungen am Dorfplatz müssen auch weiterhin bei der Gemeinde angemeldet werden. Nur müssen wir uns jetzt nach den Lärmschutzverordnungen des Bundes richten", so die geschäftsleitende Beamtin.

Rubriklistenbild: © dpa

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