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Ein Blick hinter die Kulissen beim Gaufest in Schleching

Großartige Teamarbeit der Rettungskräfte lässt mehrere tausend Menschen ausgelassen feiern

Gemeinsame Führungsmannschaft im Feuerwehrhaus Schleching
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Beim Gautrachtenfest am Sonntag (31. Juli) in Schleching waren rund 80 Helferinnen und Helfer von Feuerwehr, Polizei und Sanitätsdienst im Einsatz. In der 1800 Einwohnergemeinde waren rund 5000 Festteilnehmer und 6000 Besucher zu Gast, was nicht nur die Einwohnerzahl versechsfacht hat, sondern auch die Rettungskräfte vor Herausforderungen stellte.

Wo für viele mehrere Tausend Besucher großes Vergnügen und ausgelassene Stimmung herrscht, steht für Andere höchste Einsatzbereitschaft und Arbeit auf dem Programm. Dank des großen freiwilligen Engagements vieler Rettungskräfte konnten die Besucher ein „reibungsloses“ Fest genießen:

Die Pressemitteilung im Wortlaut:

Schleching – Am Sonntag (31. Juli) ging das Gaufest des Chiemgauer Alpenverbandes über die Bühne. Rund 5000 Trachtler und etwa 6000 Besucher waren im Bergsteigerdorf Schleching zusammengekommen, um gemeinsam den Höhepunkt der Festwoche des Trachtenvereins zu feiern. Für die Ortsfeuerwehr bedeutete das Fest eine große Aufgabe, der zahllose Vorbesprechungen mit den Ordnungs- und Sicherheitsbeteiligten wie der Polizei oder dem Sanitätsdienst sowie der Gemeinde vorangegangen sind. Allein am Festsonntag waren rund 80 Helfer im Einsatz, die für die Sicherheit der Festteilnehmer und Besucher gesorgt haben.

Bereits in den frühen Morgenstunden des Festsonntages kamen die Verantwortlichen aller beteiligten Organisationen zusammen, um im Schlechinger Feuerwehrhaus die gemeinsame Einsatzleitung zu errichten. Dies wurde von mehreren Mitgliedern der Feuerwehr-Führungsstelle Achen aus Rottau unterstützt. Mehr als 40 Einsatzkräfte der Feuerwehren Schleching und Unterwössen übernahmen zwischenzeitlich den Parkplatzdienst der anreisenden Gäste, die teilweise sogar mit Bussen nach Schleching gekommen waren, sorgten im Gemeindegebiet für die Absperrmaßnahmen beim Festzug, sicherten die Wegstrecke ab und übernahmen kurzfristig „Sonderaufgaben“ wie Lotseneinsätze für Rettungswägen oder standen als Ersthelfer bei Kreislaufproblemen zur Verfügung.

„Es braucht einfach einen Ort, an dem die Fäden zusammenlaufen und wie so oft bot sich da das Feuerwehrhaus an“, erklärt Kreisbrandinspektor Georg König. Am Festsonntag hat sich die Errichtung einer gemeinsamen Einsatzleitung in jedem Fall bewährt. Die jeweiligen Einsatzleiter der verschiedenen Organisationen waren allesamt an einem Ort vertreten und konnten so auftauchende Probleme kurzfristig abstimmen sowie die Entscheidungen an ihre Einheiten weitergeben.

Gerade für einen Einsatzleiter, sei es von der Feuerwehr, dem Sanitätsdienst oder auch der Polizei sind derartige Großeinsätze stets eine besondere Herausforderung. Unzählige Anfragen und Fragestellungen prasseln den gesamten Tag über auf einen ein und erfordern meist „Entscheidungen im Minutentakt“. Darüber hinaus schwingt stets die Angst mit, dass bei einem Fest mit vielen Besuchern etwas unvorhergesehenes passieren kann, „und man binnen Sekunden auf den Notfallmodus umschalten muss, damit man die Situationen sachlich beurteilen und die richtigen Entscheidungen fällen kann“, so Schlechings Kommandant und Einsatzleiter Markus Mauracher.

Insgesamt bewegten sich am vergangenen Sonntag rund 11000 Menschen im Dorfgebiet der 1800 Einwohnergemeinde am Fuße des Geigelsteins, was eine Versechsfachung der normalen Einwohnerzahl bedeutet. Durch das herrliche Sommerwetter hatten aber nicht nur die Florianjünger alle Hände voll zu tun. Mehr als 30 Sanitäter sorgten sich um die Festbesucher und Gäste und hatten immer wieder mit witterungsbedingten Einsätzen wie beispielsweise Kreislaufproblemen zu tun. Diese Aufgabe der Malteser Hilfsdienst aus Traunstein zusammen mit Kollegen aus dem Berchtesgadener Land, Rosenheim und Erding übernommen.

Gegen 17 Uhr waren sämtliche Aufgaben der Rettungskräfte erfüllt und es konnte „Einsatzende“ durchgegeben werden. Insgesamt ist das Gaufest aus Sicht der Hilfsorganisationen „reibungslos über die Bühne gegangen“. Georg König betont jedoch, „ohne das breite ehrenamtliche Engagement vieler Helferinnen und Helfer wäre solch ein Fest in dieser Größenordnung nicht möglich“. Gleichzeitig zeigt er sich aber erfreut und dankbar, dass sich immer wieder genügend Freiwillige finden, „die nicht nach dem Warum fragen, sondern sogar am Sonntag einfach anpacken, auch wenn es sich nicht um einen großen Brand oder den schweren Verkehrsunfall handelt“.

Neben dem eigentlichen Einsatz rund um das Fest war auch eine eigene Mannschaft samt Löschfahrzeug einzig und allein dafür abgestellt, um bei anderen Einsätzen oder Alarmierungen im Bereich der Gemeinde Schleching rasch Hilfe leisten zu können. Gerade für die Aktiven der Feuerwehr Schleching bedeutete das Trachtenfest zudem einen mehrtägigen Einsatzmarathon. Dieser hatte bereits seit mit den ersten Veranstaltungen der Festwoche - die von 28. Juli. bis 7. August dauert - begonnen. „Wir sind auf dem Dorf und da helfen wir natürlich zusammen“, sagt Markus Mauracher von der Feuerwehr Schleching. Mehrmals waren die Aktiven bereits bei Parkplatzdiensten anlässlich der Festwoche mit bis zu 15 Frauen und Männern im Einsatz.

Pressemitteilung Kreisfeuerwehrverband Traunstein/hob

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