Hoagart im Gasthof zur Post

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Schleching - Die Chöre „pro musica Krumbach-Langenegg“ und der Schlechinger Männerchor trafen sich in Schleching, um ihre Freundschaft durch Musik zu vertiefen.

Ein stimmungsvoller Hoagart im Gasthof „Zur Post“ mit dem Chor „pro musica Krumbach-Langenegg“ mit Chorleiter Manfred Bischof und dem „Schlechinger Männerchor“ vertiefte die Freundschaft der beiden Preisträger des Europäischen Dorferneuerungspreises 2010 und 2012. Langenegg (Bregenzer Wald – Land Vorarlberg) gewann 2010 den Europäischen Dorferneuerungspreis und richtete als kleine Gemeinde mit 1.100 Einwohnern 2012 das dreitägige riesige Fest aus, als Schleching „Vize-Dorferneuerungs-Europameister“ wurde.

Die Langenegger wollten bei ihrem Besuch sehen, ob die Schlechinger daheim genauso gut drauf sind, wie damals in Langenegg, meinte Kurt Krottenhammer, Gemeindevertreter Langenegg. Bürgermeister Josef Loferer erinnerte an die schönen Tage, die die Schlechinger dort verlebt hatten. Er versprach einen gemütlichen Abend mit viel Gesang und guten Gesprächen, obwohl viele Schlechinger derzeit in Pfingsturlaub seien. Nachdem Josef Hell, Leiter der Touristikinformation, DVDs von Schleching überreicht hatte, übergab Klaus Riedl, Obmann des Chores, feine Käsesorten der Langenegger Käserei und „Husbirer“ in flüssiger Form gebrannt.

Für die Trachtenkinder der „Gamsgebirgler“, die als kleine Gruppe nicht verreist waren und unter anderem mit „Birkei“ und „Bauernmadl“ viel Freude bereiteten, brachten die Gäste eine große Tüte Schokolade mit. Hannes Prasser übernahm die Organisation und Moderation des Abends und vertrat den Chorleiter Sebald Bachmann. Das Treffen hatte Elke Malloier, Vize-Obfrau des Chores, bei ihrem Besuch des diesjährigen Frühjahrssingens der „Gamsgebirgler“ vereinbart und organisiert. Außer den Chören spielte Roland Boser mit der Ziach auf und es dauerte nicht lange, bis sich der vielseitige Chorleiter Manfred Bischof mit dem Akkordeon zu ihm gesellte.

Hoagart im Gasthof zur Post in Schleching

Den wechselseitigen Reigen des heiteren und besinnlichen Repertoires der beiden Chöre eröffneten „pro musica“ mit dem „Grüß Gott“, „Am Morgen“ und einem Jodler „bleibm ma beinand“ und der Männerchor mit dem „Alperer“ und „In der Friah, wenn da Ho macht an Kraha“. Die unterschiedlichen Dialekte sorgten schnell für erste Sängergespräche, denen später der eine oder andere Notenaustausch folgte. Optisch glänzten außerdem vier der Sängerinnen mit den Bregenzerwald-Trachten, den aufwändig gestalteten „Juppen“, deren Fertigung damals einige besichtigt hatten. Vom Männerchor „Fein sein, beieinander bleiben“ und „Unter der Lind’n “ sowie von pro musica „Erlaube mir fein’s Mädchen, in den Garten zu gehen“ und „Die Gedanken sind frei“ waren einige Stücke aus mehreren Runden. Hannes Prasser ergänzte mit heiteren Einlagen das Programm. Der Abend klang mit dem „Weil’s nacha Zeit is“ des Männerchores und „Neigen sich die Stunden“ von pro Musica aus. Bürgermeister Loferer sagte Vergelt’s Gott für den schönen Abend und versprach, ebenso wie die Gäste, den Kontakt weiterhin zu halten.

Zur Freude von Pfarrer Martin Straßer und von etlichen Gläubigen - trotz Pfingsturlaub und „Tag der Begegnung“ auf der Chiemhauser Alm - gestaltete pro musica am nächsten Morgen den Gottesdienst zum Dreifaltigkeitssonntag musikalisch. Das Eingangslied „Du stellst meine Füße auf weitem Raum von einer neuen Welt, wo jeder etwas zählt“ leitete über zum Kyrie mit dem Solo von Chorleiter Bischof, Gloria, Halleluja und Heilig. Pfarrer Straßer ging in seiner Predigt aktuell auf das „Riesending“ am Untersberg ein, „was treibt Menschen in tausend Meter Tiefe in den Berg hinein?“.

Pioniergeist und Menschen, die am Suchen sind, gäbe es auch im religiösem Bereich schon seit Menschengedenken: „Wer bin ich und wer ist Gott, was ist der letzte Sinn? Nehmen wir aus diesem Gottesdienst mit, dass Gott diese Welt liebt und es gut mit uns meint.“ Mit dem berührenden Lied „Schalom, Schalom – der Friede sei mit Dir“ klang der Gottesdienst aus. Chorleiter Bischof entlockte außerdem der alten Orgel wunderbare Töne. Zur Verabschiedung mit Pfarrer Straßer und an diesem Tag auch mit dem Chorleiter des Männerchores Sebald Bachmann sang pro musica im Kirchenraum spontan noch einige Lieder.

Nach einem kurzen Frühschoppen traten die Gäste aus Krumbach-Langenegg die Rückreise über St. Ulrich am Pillersee – ebenfalls Preisträger der ersten Gruppe des Europäischen Dorferneuerungspreises 2012 – die Rückreise in den Bregenzer Wald an.

bre

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