Raiten-Donau-Kanal wird erneuert

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Schleching - Beim Juni-Hochwasser wurde der Abwasserkanal zwischen Raiten und Donau stark beschädigt. Jetzt soll die Kanaltrasse mit Pumpstation verlegt werden.

Der Kanal verläuft bisher teilweise parallel zur Tiroler Ache. Die 30 Jahre alte Pumpstation steht in Donau. Um die Entwässerung langfristig zu sichern und weitere Schäden zu vermeiden, hatte der Gemeinderat in seiner Juni-Sitzung beschlossen, das Ingenieurbüro Sextl mit einem Vorentwurf zur Verlegung der Kanaltrasse mit Pumpstation zu beauftragen.

In der jüngsten Ratssitzung stellte Christian Sextl jetzt das Ergebnis vor. Geplant ist eine rund 1100 Meter lange Leitung und eine moderne Pumpstation. Die Station mit einer Tiefe von 7,30 Metern und eine Grundfläche von etwa vier mal fünf Metern soll nördlich von Raiten gebaut werden.

Der Gemeinderat sowie Planer Sextl und Bauhofleiter Peter Hell favorisierten die sogenannte "Trockenaufstellung" mit Zwei-Schacht-Lösung. Hier sind zwei Pumpen in einem separaten Schacht "sauber" zu bedienen.

Peter Hell, der die Trink- und Abwasseranlagen der Gemeinde betreut und im Gemeinderat gehört wurde, betonte die Notwendigkeit "eines Bauwerks für die Zukunft". Er hatte sich vergleichbare Anlagen in Neubeuern und Sachrang angeschaut.

Um die Bildung von übelriechendem und stark giftigem Schwefelwasserstoff (H2S) zu vermeiden, gibt es zwei Varianten: Das regelmäßige Leerblasen mit Hilfe eines Kompressors oder die laufende Zugabe von Zusatzmitteln. Nachdem die Dosieranlage rund 7000 Euro kosten und für die Zusatzmittel jährliche Kosten von rund 8000 Euro anfallen würden, entschied sich der Gemeinderat für die Kompressor-Variante für 23.000 Euro. Mit den betroffenen Grundeigentümern wurden bereits Vorgespräche geführt.

Das Ziel sei, für die nächsten 30 Jahre eine tadellose Anlage zu schafften, betonten die Gemeinderäte Andreas Hell und Roland Jenne.

Der Gemeinderat billigte die vom Ingenieurbüro Sextl erstellte Planung für die neue Druckleitung Raiten mit Pumpstation. Auf Grundlage der Planung werden die Gemeinde Marquartstein und die Grundeigentümer eingebunden.

Im Gebäude der Gemeinde mit dem Dorfladen soll die Wohnung im Erdgeschoss zur Erweiterung und Umbau des Ladens genutzt werden. Die Planungsvorschläge und eine Kostenschätzung stellten Mix und Hornberger am 17. Juli dem Bauausschuss vor. Der Bauausschuss favorisierte die Planvariante mit den weitesten Entwicklungsmöglichkeiten im Ladenbereich und schlug vor, beim Amt für Ländliche Entwicklung Oberbayern (ALE) einen Antrag auf Unterstützung des Projektes in Höhe von 150.000 Euro zu stellen. Ziel ist es, heuer die Planung abzuschließen und die Maßnahmen ab 2014 umzusetzen. Das ALE stimmte einer Förderung zu. Auf die Gemeinde entfallen 64.500 Euro, auf die Teilnehmergemeinschaft der Dorferneuerung Schleching III 85.500 Euro.

Der Gemeinderat stimmte der Kostenvereinbarung zum Umbau des Dorfladens zwischen den Beteiligten zu. Der Bauausschuss und die "Dorfladen Schleching UG" (Unternehmensgesellschaft) werden sich nach den Sommerferien mit der Planung befassen.

Den Mietvertrag für den Dorfladen für das erste Halbjahr 2013 mit einer Nettokaltmiete von 383 Euro monatlich genehmigte der Gemeinderat in der Sitzung vom 18. Februar. Unter Berücksichtigung der aktuellen Entwicklung hat Dorfladenberater Wolfgang Gröll für das zweite Halbjahr 2013 eine Nettokaltmiete von 650 Euro monatlich empfohlen. Nach einem Überblick über das gesamte Jahr 2013 soll die Miete eventuell nachkorrigiert werden.

Bei einer Investition von 75.000 Euro nach Abzug der Dorferneuerungsmittel schlägt Gröll nach Abschluss der Investitionen zusätzlich 420 Euro monatlich als Annuitäten-Zahlung vor. Damit ergeben sich dann für den Dorfladen monatliche Zahlungen von 1070 Euro.

Der Gemeinderat genehmigte den Mietvertrag mit der Dorfladen Schleching UG.

bre

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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