Wenig Interesse an Geigelsteinbahn

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Die Geigelsteinbahn

Schleching - Den Schlechinger Vermieter und Geschäftsleute ist die Geigelsteinbahn scheinbar egal: Bei einer Umfrage der Gemeinde nahmen weniger als 50 Prozent teil.

Wenig Interesse haben Schlechinger Vermieter und Geschäftsleute an einer Umfrage der Gemeinde zum weiteren Betrieb der Geigelsteinbahn gezeigt. Von 119 ausgesandten Fragebogen kamen nur 51 beantwortet zurück, hieß es im Ergebnisbericht, den Geschäftsleiterin Christine Zaiser in der jüngsten Gemeinderatssitzung vorstellte. Thema in der Sitzung war auch das Ökomodell Achental.

Der Geschäftsführer des Ökomodell Achental, Wolfgang Wimmer, berichtete über den Stand der "Integrierten Ländlichen Entwicklung" (ILE) für die Bereiche Tourismus, Landwirtschaft, Energie, Innenentwicklung und Gewerbe sowie Sozialstruktur. Der Schwerpunkt liege derzeit im Bereich Tourismus. Für die bessere Koordination mit der Urlaubswelt Chiemgau und den Chiemsee-Gemeinden wurde eine Stelle ausgeschrieben, die zu 70 Prozent gefördert werde. Der neue Mitarbeiter soll die Arbeit bereits Mitte Mai aufnehmen.

Umgesetzt wurde bereits das "Soziale Netzwerk Achental" mit einer umfangreichen Liste an Ansprechpartnern in allen Mitgliedsgemeinden für verschiedene Fragen und Probleme. Die Liste wird in der Gemeinde Grassau gepflegt, Ansprechpartner sind dort vormittags Renate Götze, unter Telefon 08641/400840, und Margarete Kastner, Telefon 08641/400834. Der Liste ist außerdem über die Internetseite des Ökomodell Achental im Bereit "ILE" zu finden.

"Energiesparen und mehr erneuerbare Energien vor Ort" bezeichnete Wimmer als eine kommunale Aufgabe. In den neun Mitgliedsgemeinden des Ökomodell bestehe ein Strombedarf von 115.346 Megawattstunden pro Jahr (MWh/a). Derzeit werden 18,4 Prozent aus erneuerbaren Energien gedeckt, davon sind 10480 MWh aus Wasserkraft und 5028 MWh aus Sonnenenergie, so Wimmer. Der gesamte Wärmebedarf liege bei 302.341 MWh/a. Der Anteil an erneuerbaren Energien beim Wärmebedarf werde derzeit erhoben.

Wimmer informierte über die laufenden Maßnahmen im Energie-Zentrum Grassau mit dem Biomassehof, dem Heizwerk der Wärmeversorgung Grassau und dem neuen "Heatpipe Reformer", der in Kürze Biogas aus Holzhackschnitzeln im Dauerbetrieb erzeugen soll. Am Samstag, 5. Mai, soll die Anlage bei einem Tag der offenen Tür vorgestellt werden.

Das theoretisch nutzbare Energiepotential der Tiroler Achen liege bei 90.000 MWh. Derzeit werde der Einsatz von Fließgewässerkraftwerken untersucht. Wimmer wäre mit einer Nutzung von rund der Hälfte des möglichen Energiepotentials der Ache zufrieden. Vom Oberlauf bis zum Chiemsee seien sieben Anlagen denkbar. Außerdem berichtete er über ein Projekt in Übersee mit der Anpflanzung von Pappelstecklingen, die nach drei bis vier Jahren für Hackschnitzel geerntet werden können. Zum Abschluss erläuterte Wimmer die Fördermöglichkeiten durch das Land für einen Energienutzungsplan und durch den Bund im Rahmen der Klimaschutzinitiative, die ein wichtiger Leitfaden für die Gemeinden seien.

bre/Chiemgau-Zeitung

Zurück zur Übersicht: Achental

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser