Schlechinger Christkindlmarkt als Zuschauermagnet

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Das Saxofon-Quartett des Musikvereins trotzte der Kälte mit Weihnachtsliedern. Der Nikolaus war mit Engeln in einer Pferdekutsche gekommen. Grundschüler führten ein Hirtenspiel auf (von links).

Schleching - Der 22. Schlechinger Christkindlmarkt mit alpenländischer Volkskunst war umgeben von frisch beschneiten Bergen und klirrender Kälte.

Das hielt die Freunde aber nicht davon ab, den Markt an beiden Tagen zu beleben und das reiche kulturelle und kulinarische Angebot zu genießen. Beginnend mit den Böllerschützen und den Alphornbläsern, Blasmusikgruppen und den Musikschülern der Cantica-Chor- und Instrumentalschule gab es reichlich musikalische Adventsstimmung. Gesteigert wurde sie noch durch das Hirtenspiel der Kinder aus der Grundschule, das Lehrerin Irmtraud Demler eingeübt hatte, begleitet vom Flötenspiel der Musikschulkinder.

Am zweiten Adventssonntag war der musikalische Höhepunkt das Chorkonzert des Schlechinger Kirchenchores mit dem Vokalensembles Cantica und Querflötistinnen der Musikschule in der Pfarrkirche, eine besinnliche Stunde zwischen dem Trubel des Marktes. Der Nikolaus zog mit Engeln in der Pferdekutsche auf dem Markplatz ein, wo er von den Kindern sehnlichst erwartet wurde. Furchterregend war die Aufführung der "Geigelstoa Pass" mit fantasievollen grausigen Masken und spannender Choreografie, jeweils am Ende der Markttage. Zur "Geigelstoa-Pass" haben sich ein Dutzend baumlange Schlechinger Jugendliche unter der Leitung von Andi Hell junior zusammengetan. Trotzdem erschreckten sie niemand ernsthaft und nahmen auf die Kinder viel Rücksicht.

Nach den Salutschüssen der Böllerschützen eröffnete Bürgermeister Josef Loferer den Markt, den seit jeher der Verkehrsverein Schleching organisiert. Loferer lobte das Zusammenwirken aller Vereine, der Touristikinformation und des Bauhofes, die den großen Markt auf dem Dorfplatz mit 33 Ständen wieder zu einem vorweihnachtliches Erlebnis werden ließen.

Wer nach liebevoll hergestellten Geschenken suchte, fand sicher das Richtige. Viele gemeinsame Stunden Arbeit steckten in den selbst gefertigten Präsenten zum Beispiel am Stand des Chiemgau-Alpenverbandes und des Trachtenvereins "d'Gamsgebirgler" unter dem Motto "Helft uns helfen". Auch mit dabei waren das Heilpädagogische Zentrum Ruhpolding mit gemalten Christbaumkugeln und Bastelsachen und das Haus "Am Karwinkel" mit Kerzen aller Art und Kerzenziehen für die Kinder. Die Schlechinger Vereine fördern mit dem Erlös ihrer Stände vor allem die Kinder- und Jugendarbeit. Natürlich blieben auch keine kulinarischen Wünsche offen.

Es gab wieder einen etwa 85 Zentimeter großen Schokoladen-Nikolaus zu gewinnen, hergestellt und gestiftet von Konditormeister Ralf Obermeier. Es siegte, wer das Gewicht am genauesten erriet. Der Einsatz für das Schätzen kommt der Grundschule Schleching zugute. In diesem Jahr kam Fred Aigner mit der Schätzung von 3400 Gramm dem tatsächlichen Gewicht von 3238 Gramm sehr nahe. Aigner spendete den Nikolaus zum Aufessen der Schule.

bre/Chiemgau-Zeitung

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