Schlechinger Schulstraße wird breiter

Schleching (ch-z) - Einstimmig hat der Gemeinderat in der jüngsten Sitzung die Kostenvereinbarung für die Dorferneuerung Schleching III genehmigt.

Für den Ausbau der Schulstraße waren eine EU-weite Ausschreibung und die Zustimmung der Vorstandschaft der Dorferneuerung sowie der Gemeinde erforderlich. Die Gemeinde ist an den Kosten mit 50 Prozent beteiligt.

Damit über den Winter keine offene Baustelle mit erschwertem Winterdienst entsteht, soll der Bau erst 2010 begonnen werden. Geplant ist die Straße in fünf Metern Breite mit einer Asphaltdecke von vier Metern Breite.

Im Neuordnungsverfahren Raiten soll der Ramsauweg in Hinterraiten ausgebaut werden. Der Ramsauweg ist als hochwasserfreie Verbindung zwischen der Kreisstraße von Marquartstein über Lanzing und Süssen und der Bundesstraße nach Schleching vorgesehen. Die hochwasserfreie Zufahrt sei im gemeindlichen Interesse erforderlich und werde mit 65 Prozent gefördert. Der Gemeinderat stimmte der Kostenvereinbarung zu.

Die Deutsche Alpensegelflugschule (DASSU) Unterwössen hatte bei der Gemeinde Schleching einen Antrag auf Erweiterung der Fluggenehmigung gestellt, der eine Verkürzung der Mittagsruhe von 13 bis 15 Uhr (bisher 12.30 bis 15 Uhr) und außerdem an drei Tagen im Jahr bei Rekordwetterlagen eine Genehmigung von fünf Motorsegler-Schlepps bereits ab 7 Uhr (sonst 9 Uhr) erlaubt. Zweite Bürgermeisterin Elfie Bachmann hielt eine Verkürzung der Mittagszeit nicht für wünschenswert. Auch Jakob Stadler schlug vor, die Vereinbarung aus dem Jahr 2005 zu belassen. Dagegen betonte Roland Jenne den Fremdenverkehrsfaktor des Flugplatzes, der sich weiterentwickle. Die Gemeinde solle der DASSU entgegenkommen.

Bürgermeister Josef Loferer schlug vor, die Genehmigung auf ein Jahr zu beschränken und danach eine Bestandsaufnahme zu machen. Bei einem Gespräch zwischen der DASSU und der Gemeinde gemeinsam mit einem Vertreter der Raitener Bürger hätte es keine negativen Äußerungen zum Flugbetrieb gegeben. Der Gemeinderat genehmigte mit den Gegenstimmen von Elfie Bachmann und Jakob Stadler den Antrag der DASSU, beschränkt auf ein Jahr.

Die Feuerwehr Schleching hatte einen Antrag auf Befreiung von der Lärmschutzverordnung für die "Pump Party" im Feuerwehrhaus in Mühlau am Freitag, 30. Oktober, von 22 Uhr, bis 31. Oktober, 3 Uhr, gestellt. Bürgermeister Loferer informierte den Rat über Vorschläge eines Präventionszirkels im Landkreis Traunstein, die Genehmigungen im Sinn der Alkoholprävention und des Jugendschutzes auf 1 Uhr für die Musik und auf 2 Uhr als endgültigen Schluss zu verkürzen. Vor allem zu den späteren Zeiten hätten die Schäden an Einrichtungen massiv zugenommen.

Der Gemeinderat diskutierte ausführlich die Möglichkeit einer Verkürzung, entschied sich aber wegen der Gleichbehandlung aller Vereine in diesem Jahr bei der "Pump Party" der Feuerwehr für eine Befreiung von der Lärmschutzverordnung bis 2 Uhr des Folgetages mit Musik und einem endgültigen Ende um 3 Uhr. Muck Bauer schlug vor, für das kommende Jahr eine Achental weite Regelung zu verabreden.

bre/Chiemgau-Zeitung

Rubriklistenbild: © dpa

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