Weg frei für "Mittelschule Achental"

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Der Weg für die Mittelschule Achental ist frei: Den Kooperationsvertrag unterzeichneten im Rathaus in Grassau (von links) Geschäftsführer Robert Höpfner, die Schulleiter Klaus Biersack (Grassau), Jürgen Roider (Konrektor in Übersee), Hans Aderbauer (Übersee) und Otto Manzenberger (Unterwössen) sowie die Bürgermeister Rudi Jantke (Grassau), Hans Haslreiter (Unterwössen), Hans Pertl (Staudach-Egerndach), Josef Heigenhauser (Reit im Winkl), Andreas Dögerl (Marquartstein), Josef Loferer (Schleching) und Marc Nitschke (Übersee). 

Grassau - Der "Schulverbund Achental" ist besiegelt. In einer Feierstunde im Rathaus in Grassau haben Bürgermeister und Schulleiter der Achentalschulen den Kooperationsvertrag unterzeichnet.

Damit ist der Weg zur "Mittelschule Achental" geebnet. Rein formal muss jetzt nur noch das Ministerium sein Okay geben.

Neben dem Markt Grassau sind Mitglieder im Schulverbund: die Gemeinden Übersee, Marquartstein, Staudach-Egerndach, Unterwössen, Schleching und Reit im Winkl. Vollzählig erschienen die Bürgermeister Marc Nitschke (Übersee), Andreas Dögerl (Marquartstein), Hans Pertl (Staudach-Egerndach), Hans Haslreiter (Unterwössen), Josef Loferer (Schleching) und Josef Heigenhauser (Reit im Winkl) am Mittwoch auf Einladung von Rudi Jantke, dem Gemeindeoberhaupt und Vorsitzenden des Schulverbandes in Grassau, zur Vertragsunterzeichnung.

Kleinere Standorte erhalten

Er denke, so Jantke, man sei mit einer gemeinsamen Mittelschule auf dem richtigen Weg. Mit ihr sei die Hoffnung verbunden, auch kleinere Schulstandorte trotz mangelnder Schülerzahlen weiterhin halten zu können. Der Kooperationsvertrag sei bereits in allen Gemeinderäten beraten und so beschlossen worden. Vereinbart worden sei, dass der Vorsitzende des weiter bestehenden Schulverbandes Grassau auch die Leitung des neuen Schulverbundes Achental übernehme. Der Ausschuss vereine die Bürgermeister wie auch die Vertreter des Elternbeirats. Einmal im Jahr werde der Verbundsausschuss tagen. Die Schulverbandsversammlung regle auch die Geschäfte des Schulverbundes.

Jantke erläuterte, dass in Grassau derzeit insgesamt 242 Schüler die Hauptschule samt ihren M-Zügen besuchen: aus Grassau 114, aus Staudach-Egerndach 24, aus Marquartstein 20, aus Übersee 46, aus Unterwössen 23 aus Reit im Winkl neun und aus Schleching sechs. In Übersee werden ihm zufolge noch zwei Klassen mit jeweils 13 Schülern in der Jahrgangsstufe acht und neun unterrichtet. Die Unterwössner Hauptschule verfüge über 107 Schüler in fünf Klassen. Die Hauptschüler aus Reit im Winkl und Schleching gehen laut Jantke in Unterwössen in den Unterricht, die aus Staudach-Egerndach und Marquartstein in Grassau.

47 Ganztagsschüler in Grassau

Die Voraussetzungen für eine Mittelschule seien gegeben, so Jantke. Seinen Angaben zufolge können die geforderten drei berufsbildenden Zweige und die Mittlere Reife angeboten werden. Das weiterhin benötigte offene Ganztagesangebot habe in Übersee bereits Bestand und werde nun auch in Grassau eingeführt. Wie Jantke hinzufügte, seien zu diesem Zweck eine neue Küche angeschafft und ein ehemaliges Klassenzimmer in einen Speiseraum umgewandelt worden. Der Startschuss für die Ganztagsbetreuung in Grassau falle nächste Woche. 47 Schüler wollen dieses Angebot laut Jantke nützen.

Des Weiteren informierte er, dass durch die Gründung des Schulverbundes, dem die Hauptschulen angehören, nun die Grundschulen selbstständig werden. Folglich müsse ein neuer Grundschulverband gegründet werden. Jantke sprach von einem großen Aufwand, da auch dieser Verband eine eigene Vertretung und einen eigenen Haushalt benötige.

Haslreiter sieht die Mittelschule ebenfalls als große Chance. Er lobte Schulverbandsleiter Jantke und Geschäftsführer Robert Höpfner für deren großartigen Vorarbeiten. Das Lob gab Jantke zurück und betonte, dass alle sieben Gemeinden sehr gut zusammengearbeitet hätten. Auch wünschte er den drei Schulleitern Klaus Biersack (Grassau), Hans Aderbauer (Übersee) und Otto Manzenberger (Unterwössen) viel Erfolg. Biersack fügte hinzu, dass nicht nur unter den Bürgermeistern, sondern auch unter den Schulleitern die Chemie stimme - und dass er zuversichtlich in die Zukunft blicke.

tb/Chiemgau-Zeitung

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