"Heute darf nur die Sonne brennen"

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Pfarrer Andreas Horn weiht das neue Unfallrettungsfahrzeug der Feuerwehr Grassau.

Grassau - Schon mehrfach hat das neue Unfallrettungsfahrzeug der Feuerwehr Grassau gute Dienste geleistet. Nun wurde es im Rahmen des Dorffestes offiziell seiner Bestimmung übergeben.

Pfarrer Andreas Horn und Diakon Michael Sörgel spendeten den kirchlichen Segen. "Ein Feuerwehrfahrzeug wird gesegnet, damit es selbst zum Segen wird, segensbringend für Notleidende bei einem Unfall vor Ort", betonte Pfarrer Horn. Diakon Sörgel fügte hinzu, dass Kirche und Feuerwehr gut mit ihren Hilfsdiensten zusammenpassten.

"Alles, was heute brennen darf, ist die Sonne", sagte gut gelaunt Bürgermeister Rudi Jantke. ähnlich wie das Wetter ausschlaggebend für ein schönes Fest sei, so seien die Feuerwehren in einer Gemeinde ausschlaggebend für ein sicheres und positives Lebensgefühl, fügte der Rathauschef an. Er erklärte, dass die Feuerwehren in Grassau und Rottau mit insgesamt 120 Aktiven ein unverzichtbarer Bestandteil der Gemeinde seien und man sich über das Engagement der Wehren freuen darf. Erfreulich sei zudem, dass beide Ortsfeuerwehren hervorragend zusammenarbeiteten und beide keine Nachwuchssorgen hätten.

Er gratulierte der Jugendfeuerwehr Grassau, die beim Kreisjugendfeuerwehrtag unter 80 Mannschaften den zehnten Platz errungen habe. Doch sei neben Einsatzbereitschaft und bestmöglicher Ausbildung auch eine bestmögliche Ausstattung zur Erfüllung der Aufgaben notwendig. Ausstattung, Gerätschaften und Fahrzeuge kommen aber trotz bester Pflegte in die Jahre, wie die bisherige Unfallrettung, Baujahr 1979. Der Aufwand an Reparaturen wie auch die Ersatzteilebeschaffung sei immer schwieriger geworden und deshalb sei an der Zeit für ein neues Fahrzeug.

Empfohlen wurde vom Kommandanten, Maschinisten und Feuerwehrreferenten Werner Haslinger ein neunsitziger Gerätewagen. Der Marktgemeinderat habe im Februar letzten Jahren dies einstimmig befürwortet. Den Zuschlag nach Ausschreibung erhielt die Firma Rosenberg in Passau. Angeschafft wurde nun ein "VW Crafter 50". Die Kosten von 137000 Euro, davon 124000 Euro für Fahrgestell und Aufbau, seien sinnvoll angelegtes Geld, unterstrich Jantke. Leider bekomme die Gemeinde nach den Feuerwehrrichtlinien keinerlei Zuschüsse vom Staat oder Landkreis und müsse das Fahrzeug komplett aus dem Haushalt finanzieren. Symbolisch überreichte Bürgermeister Jantke den Schlüssel an Kommandant Alfred Körner weiter.

Körner berichtete, dass das Fahrzeug seit März schon mehrere große Einsätze hatte und sich bestens bewährt habe. Mittlerweile sei auch schon die gesamte Mannschaft in das neue Fahrzeug eingewiesen. Der Crafter habe 165 PS und damit auch ein paar Pferdestärken mehr unter der Haube als der Vorgänger. Körner schloss, er hoffe, dass dieses Fahrzeug hauptsächlich für übungen benötigt werde.

Kreisbrandinspektor Georg König gratulierte der Grassauer Wehr zum neuen Fahrzeug, betonte aber, dass den größten Nutzen die Bürger haben. Er wünsche, dass alle immer gesund von Einsätzen und übungen ins Feuerwehrhaus zurückkehren.

Ihre Aufwartung machten auch die Nachbarfeuerwehren, Rottau, Marquartstein und übersee, die mit ihren Geschenken an das Wohl der Feuerwehrmänner dachten.

Nach der offiziellen übergabe und kirchlicher Segnung ging das Dorffest weiter. Bis spät in die Nacht spielte die Grassauer Blechmusi auf und der Trachtenverein mit der Kinder- und Jugendgruppe unterhielt mit Tänzen die vielen Dorffestbesucher. Die Feuerwehr sorgte mit Brotzeiten vom Grill, Wurstsalat, Käse und einem großen Kuchenbuffet für das leibliche Wohl.

tb/Chiemgau-Zeitung

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