"Wir zeigen was uns Tracht und Tradition wert ist"

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Staudach-Egerndach - Ein schöner Gauheimatabend wurde anlässlich des 78.Gautrachtenfestes des Chiemgau-Alpenverbands im großen, festlich geschmückten Festzelt in Staudach-Egerndach geboten:

Wie bereits beim Bieranstich am Vortag, der die Gaufestwoche einläutete, konnte sich der gastgebende Verein, GTEV Staudach-Hochgern über ein volles Festzelt freuen. Unter den Klängen des Festmusik, der Blaskapelle Grabenstätt bot die starke Kinder- und Jugendgruppe des Festvereins einen Einblick in die sehr aktive Vereinsarbeit. Bürgermeister Hans Pertl, Schirmherr des Gaufestes, erinnerte an die lange, arbeitsintensive Vor-bereitungszeitund betonte, dass die Festwoche für die kleine Gemeinde eine große Herausforderung sei, da die meisten Trachtenvereinsmit-glieder auch in den anderen Ortsvereinen engagiert seien. „Wir sind stolz, dass das ganze Dorf tatkräftig mithilft und so zum Gelingen beiträgt“, so Pertl wörtlich. Die Trachtenbewegung sei nicht das Werk einzelner, sondern werde vom Miteinander ausgezeichnet. Jeder müsse nach seinen Möglichkeiten mit ganzem Herzen dahinter stehen. „Beim Festzug zeigen wir, was uns die Tracht wert ist und das macht unsere Tradition so wertvoll, so einmalig und das wollen wir uns bewahren“, fügte der Schirmherr hinzu. „In diesen Festtagen und darüber hinaus können die Trachtler zeigen, dass sie das Herz am rechten Fleck haben und bei all der Hektik im Alltag auch friedlich zusammensitzen, miteinander singen, musizieren, tanzen und feiern können“, so Pertl.

Gauheimatabend im Staudach-Egerndacher Festzelt

Stellvertretender Gauvorsitzender Lambert Huber übernahm die Begrüßung der Festgäste aus den Patengauen. Die anderen Festgäste wurden vom Vorsitzenden des Staudach-EgerndacherTrachtenvereins Klaus Weisser willkommen geheißen, der darauf hinwies, dass dies das sechste Gaufest seit der Vereinsgründung vor 123 Jahren sei. Auf die Geschichte des Vereins ging der Sprecher Schorsch Hacher ein und informierte, dass der Trachtenverein Staudach-Hochgern 1891 im Gasthaus Mauth gegründet wurde und 1896 das erste Gaufest, damals noch als Mitglied des Gauverbands I ausrichtete. Das zweite Gaufest folgte 1928, dann bereits als Mitglied des Chiemgau- Alpenverbands. Zum dritten Mal durfte die Gemeinde 1954 Ausrichter sein und zwölf Jahre später, 1966 kam das vierte Gaufest mit einer Besonderheit. Wie Hacher wusste, gab es damals das erste gauoffene Preisplatteln mit 143 Teilnehmern. Zum 100jährigen Bestehen war der Trachtenverein Staudach-Hochgern im Jahre 1991 wieder an der Reihe dieses große Fest zu organisieren. Hacher verwies auch auf den Bau des Vereinsstadels, der im vergangenen Jahr mit über 2000 freiwilligen Arbeitsstunden fertig gestellt wurde.

Die Kinder- und Jugendgruppe des Festvereins wurde von den Aktiven mit der Ambosspolka auf der festlich dekorierten Bühne abgelöst. Dann folgte der stillere Teil des Abends, gestaltet von den Marquartsteiner Alphornbläsern, dem „Brandner Zwoagsang“ und der „Wössner Aktiven Musi“. Die Gaujugendgruppe, wie auch die Gaugruppe zeigten ihr Können, mit eindrucksvollen Tänzen, Plattlern und Dirndldrahn. Zum ersten Mal stellte die Gaujugendgruppe ihren neuen Tanz, das „Chiemgauer Radl“ vor. Die Staudacher Goaßlschnalzer und die Aktiven des Festvereins boten zum krönenden Abschluss des gelungenen Abends in wunderbarer Formation den „Sterntanz“.

Begeistert zeigte sich das Publikum von den gelungenen tänzerischen Darbietungen wie auch von dem musikalischen Programm und zeigte dies mit viel Applaus.

Tamara Eder

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