Stelldichein der fliegenden Kisten

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Unterwössen - Manchem stockte der Atem oder schien das Herz in die Hose zu rutschen, vielen blieb die Spucke weg.

Einen Flugtag der Superlative mit einer faszinierenden Air-Show erlebten am Samstag zum 55. Geburtstag der Deutschen Alpensegelflugschule (DASSU) in Unterwössen rund 2500 Zuschauer – statt der erwarteten 5000 Besucher wie beim Flugtag 2006.

Flugtag Unterwössen

Aber, so der geschäftsführende DASSU-Vorstand Ali Siegert: „Gegen das Wetter ist man machtlos.“

Strömender Regen und gesunkene Temperaturen verhießen noch am Vormittag nichts Gutes. Aber Petrus hatte doch noch ein Einsehen: Gegen Mittag ließ der Niederschlag nach, die Wolken lichteten sich und einem Flugtag vom Feinsten stand am vermeintlich schönsten Segelflugplatzgelände in ganz Deutschland nichts mehr im Wege.

Geboten wurde ein Wahnsinnsprogramm mit Maschinen, die man sonst nur im Museum sehen kann. Die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten, die man vielleicht noch aus alten Filmen kennt, demonstrierten atemberaubende Kunst- und Formationsflüge, Helikoptervorführungen und Fallschirmsprünge.

Claus Eckert als versierter Moderator verstand es hervorragend, die Gäste über die einzelnen Flugzeuge und ihre Piloten zu informieren. Dabei vergaß er nicht, auch auf die hervorragende Bewirtung am Platz hinzuweisen. über die gute Zusammenarbeit zu diesem Flugfest freute sich auch Bürgermeister Hans Haslreiter, der Ali Siegert und sein Team sowie die zahlreichen Institutionen würdigte, die diese Veranstaltung unterstützen. "Ohne sie wäre diese tolle Veranstaltung zum 55. DASSU-Jubiläum nicht möglich gewesen."

Auf hervorragende Resonanz bei den Gästen des Flugtags stießen die angebotenen Rundflüge - die beiden Antonov AN-2 waren ständig ausgebucht. Und auch die Hubschrauberrundflüge waren heiß begehrt. Höhepunkte gab es viele an diesem Superflugtag: so die Bell AH-1 Cobra von der Flotte der Flying Bulls, ein ehemaliger Kampfhubschrauber mit einem maximalen Startgewicht von sechs Tonnen der eine atemberaubende Vorführung zeigte.

Bereits am frühen Mittag grüßte Hannes Arch, Weltmeister der Red-Bull-Air-Race-Series 2008, mit einem rasanten Flug über das Gelände, bevor er in die Schweiz "entflog". Am Abend tauchte er mit seiner Kunstflugmaschine erneut auf und ließ bei so manchem Zuschauer den Atem stocken.

Ein weiterer Hingucker war die DC-6B. die im Hangar 7 von Red Bull in Salzburg steht. Sie gehörte einst dem früheren jugoslawischen Staatschef Josip Tito und wurde später für Sightseeingflüge in Afrika eingesetzt.

sga/Chiemgau-Zeitung

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