Ein Stück Zukunft in Chile erreicht

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Gladis Mitterndorfer aus Marquartstein inmitten eines vom Erdbeben zerstörten Hauses.

Marquartstein - Gladis Mitterndorfer ist zurück. Mit großem Einsatz hatte die aus Chile stammende Marquartsteinerin vor ihrer Reise in das südamerikanische Land Spenden für die Erdbebenopfer vom Februar gesammelt.

Unter anderem unter Mithilfe von Privatpersonen, der Musikkapelle Marquartstein und den Firmlingen aus dem Pfarrverband Grassau.Insgesamt konnte sie 1700 Euro mit in die Region nehmen, die vor fünf Monaten am stärksten vom Erdbeben getroffen war. Sie war in zwei Orte gereist, in die noch keine Hilfe von außen gelangt war. In Iloca wurde der ganze Küstenstreifen vollständig vom Tsunami des Erdbebens hinweggefegt. Also war dort auch fast nichts mehr von dem Schulgebäude übrig. Aufgrund einer Privatinitiative konnte allerdings bereits eine Schule in Containern wiedererrichtet werden, um so den Kindern eine gewisse Stabiliät im Tagesablauf zu ermöglichen.

Gladis Mitterndorfer erzählt, wie den meisten Kindern der Schock noch sehr tief in den Knochen stecke. Ein Mädchen kann sich zum Beispiel nirgendwo alleine hinstellen, weil sonst ihre Beine zum Zittern anfangen. Auch viele Erwachsene sind noch so verwirrt, dass sie noch nichts über das Erdbeben erzählen möchten.

Ein Großteil der Spenden, etwa 1000 Euro, wurde in Schulmaterial wie Bücher, Hefte, Stifte, aber auch Heizung investiert.

Die restlichen 700 Euro erhielten Familien in Sauzal im Landesinneren für den Bau von erdbebensicheren Häusern. Gladis Mitterndorfer bewundert, wie sie erzählt, den Antrieb der Menschen, wie sie die Herausforderung annahmen. Und sie freute sich, dank der Unterstützung vieler Familien aus dem Achental den Chilenen geholfen zu haben, eine neue Zukunft zu bauen.

re/Chiemgau-Zeitung

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