"Spanische Verhältnisse" beim Ochsenrennen

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Rottau - Tierschützer rufen zum Boykott des beliebten Ochsenrennens in Rottau am Faschingssonntag. Die Tiere würden dort zur Volksbelustigung gequält.

Für die Besucher ist es ein Spaß, für Tierschützer ein Graus: Das Ochsenrennen, das jährlich am Faschingssonntag in Rottau hunderte Besucher anlockt. Die Organisation "animal 2ooo - Menschen für Tierrechte Bayern e.V." richtet deswegen einen Appell an "tierliebende Bewohner der Gemeinde", die Veranstaltung nicht nur zu boykottieren sondern sich gar "aktiv dagegen einzusetzen".

Mechthild Mench, stellvertretende Vorsitzende von animal 2ooo, äußert in einer Mitteilung an die Presse erhebliche Bedenken, Tiere für den "Gaudifaktor" und die "Volksbelustigung" einzusetzen. Die Tiere würden in der unbekannten Umgebung und dem Lärm am Veranstaltungsort hohem Stress ausgesetzt. Die Organisation kritisiert zudem, dass oft Stockschläge und Tritte eingesetzt werden müssten, um die Ochsen, die weder Renn- noch Reittiere seien, voran zu treiben.

"Was da in Rottau geplant ist, erinnert an spanische Verhältnisse, wo jedes Jahr in Villanueva de la Vera am Faschingdienstag ein Esel von einer alkoholisierten Menschenmenge gequält wird", so Mench.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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