Golf-Duell in Grassau

Rodler treffen FCB-Stars: "Hinten raus war der Thomas Müller eiskalt"

(von links): Tobias Wendl, Tobias Arlt, Thomas Müller und Philipp Lahm beim Golfen in Grassau. 
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(von links): Tobias Wendl, Tobias Arlt, Thomas Müller und Philipp Lahm beim Golfen in Grassau. 

Grassau/Berchtesgaden - Die Rodel-Olympiasieger Tobias Wendl und Tobias Arlt verabredeten sich zu einem freundschaftlichen Golf-Vergleich mit Thomas Müller und Philipp Lahm. Am Ende behielten die Fußballer knapp die Oberhand.

Wenn sich Rodler und Fußballer auf dem Golfplatz treffen, geht es freundschaftlich zu, auch wenn der nötige Ehrgeiz nicht fehlen darf. So geschehen am Mittwoch im Golf Resort Achental in Grassau im Chiemgau. Die vierfachen Rodel-Olympiasieger Tobias Wendl und Tobias Arlt trafen sich mit Thomas Müller vom FC Bayern und Philipp Lahm, ehemaliger Kapitän des FC Bayern und der Nationalmannschaft, zu einer Partie Golf.


"Wir sind befreundet und haben uns kurzfristig zu einer Runde Golf verabredet. Das war ein ganz normales Spiel unter Freunden, ohne PR- oder Charity-Hintergrund", sagte Tobias Arlt im Gespräch mit chiemgau24.de und gab einen interessanten Einblick in den Vergleich der Olympiasieger mit den Fußball-Weltmeistern.

Müller und Lahm mit deutlich besseren Voraussetzungen

"Der Spaß stand für uns im Vordergrund, aber als Sportler will man natürlich gewinnen" betonte Arlt, der mit seinem Partner Tobias Wendl bereits in der kräftezehrenden Vorbereitung auf den kommenden Weltcup-Winter im Rennrodeln steckt.


Da ist eine lockere Golf-Runde eine willkommene Abwechslung, bei der die Fußballer eine deutlich bessere Ausgangslage hatten. "Thomas hat ein Handicap so um die 4, Philipp eines von 10. Tobi (Wendl) steht bei 16,3 und ich nur bei 18", sagte Arlt, der mit seinem Partner zwischenzeitlich sogar in Führung lag.

"Da hat Thomas ein paar Bälle daneben gesetzt"

"Thomas und Philipp sind besser ins Spiel gekommen, zur Halbzeit aber waren wir vorne. Dann aber haben die Jungs richtig Gas geben und letztlich knapp gewonnen", fasste Arlt den Spielverlauf zusammen.

Hauptgrund für den Erfolg der Fußballer war eine ausgeglichene Dosierung während des Spiels. "Philipp hat am Anfang richtig gut gespielt und Thomas ein paar Bälle daneben gesetzt. Hinten raus aber war Thomas eiskalt und hat die wichtigen Bälle versenkt. So wie der Müller halt ist (lacht)", analysierte Arlt die Leistung von Lahm und Müller.

Wendl und Arlt brennen auf Revanche

Gespielt wurde im so genannten 'Best-Ball-Modus'. Dabei spielt jedes Teammitglied seinen eigenen Ball, aber nur das beste Ergebnis pro Loch und Team wird gezählt. Am Ende hatten die Fußballer mit einem Punkt die Nase vorne, Wendl und Arlt mussten zur 'Strafe' die im Vorfeld vereinbarten 50 Liegestützen machen.

"Die nächsten Liegestützen gehen an euch! Wir freuen uns auf die Revanche", gaben sich die beiden Rodler unmittelbar nach der Partie auf ihren Social-Media-Kanälen kämpferisch. 

So endete eine spannende Golfpartie unter Freunden mit einem knappen Ausgang, jetzt steht für drei der vier Teilnehmer aber wieder der Leistungssport im Vordergrund. 

Während Thomas Müller im Urlaub weilt und Kräfte für die anstehende Champions League sammelt, geht es für Wendl und Arlt zum ersten gemeinsamen Lehrgang mit dem deutschen Team. "Bisher haben wir nur an unserem Stützpunkt in Berchtesgaden trainiert, am Wochenende steht in Oberhof unser erster gemeinsamer Lehrgang an. Auch wenn die Hygienevorschriften streng sind, wird der Lehrgang relativ normal ablaufen", sagte Arlt, der die bisherige Corona-Zeit gut überstanden hat. 

Vorfreude auf den ersten Lehrgang des Jahres

"Ich habe die Zeit zuhause mit meiner Familie genossen, das hat wirklich gut getan. Ausdauerblock und Stabilitätsübungen konnten wir problemlos von zuhause aus bewältigen und seit Anfang Mai trainieren wir am Stützpunkt in Berchtesgaden auch wieder in Kleingruppen - alles natürlich mit den notwendigen Sicherheitsmaßnahmen."

Tobias Wendl (links) und Tobias Arlt gehören seit vielen Jahren zur Weltspitze im rennrodeln der Doppelsitzer. 2014 und 2018 wurden sie Olympiasieger im Doppelsitzer und im Team.

Wie es dann im Hinblick auf den Winter weitergehen wird, kann der mehrfache Weltmeister und Olympiasieger nur grob einschätzen. "Es gibt wohl verschiedene Konzepte für den Winter, nationaler und internationaler Verband werden gut vorbereitet sein. Wie genau die Saison dann ablaufen wird, kann man zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen. Aber ich gehe fest davon aus, dass wir Rennen fahren werden. In welcher Form auch immer", so Arlt abschließend.

truf

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