Trachtenverein feierte 110-jähriges Bestehen

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Reit im Winkl - Flexibilität war am Sonntag beim großen Festzug anlässlich des 110-jährigen Bestehens des Trachtenvereins "Dö Koasawinkla" gefragt: Das Wetter spielte nicht wie geplant mit.

Man konnte schwerlich vorhersehen, was die Witterung zulassen würde: Ein wie geplant langer Zug durch den Ort - ein Festgottesdienst im Kurpark unter freiem Himmel? Immerhin galt es, 25 Vereine mit rund 1000 Teilnehmern aus dem Ort und den benachbarten Ortschaften bei teils strömendem Regen möglichst schonend durch das Dorf zu manövrieren, weshalb schon früh am Morgen von den Verantwortlichen etliche Varianten durchdiskutiert wurden.

Schließlich zog sich der viele hundert Meter lange, dreigeteilte Zug, begleitet von mehreren Musikkapellen, vom Festsaal zur St.-Pankratius-Kirche, wo der in Reit im Winkl gebürtige Domkapitular Monsignore Wolfgang Huber in der übervollen Kirche den feierlichen Gottesdienst hielt (kleines Bild). Er betonte in seiner Ansprache die tiefe Verwurzelung des christlichen Glaubens im Trachtenwesen und beschrieb die gleichzeitige Bedeutung der kirchlichen Werte für den Glauben, aber auch für das Trachtenwesen in Vergangenheit und Zukunft.

Nach dem Gottesdienst formierten sich die Abordnungen dann neuerlich, um zunächst in Richtung des Ortsteils Entfelden zu ziehen. "Ob wir gleich wieder zurück zum Festsaal gehen oder die Schleife über den Verkehrsamtspavillon ziehen, ist eh schon egal", meinte dazu der Vorstand der "Koasawinkla", Hans Bauhofer, lapidar und spielte damit auf die Beeinträchtigungen der arg ungünstigen Witterungsverhältnisse an.

Die etlichen hundert Zuschauer jedenfalls waren dankbar, die mühevoll und aufwendig hergerichteten Festwagen, die Burschen und Dirndl etwas länger bestaunen zu können, die geduldig und ausdauernd, aber auch stolz den 110. Geburtstag des Trachtenvereins mitfeierten.

Nach dem Umzug fand das Festwochenende im Saal mit Auftritten der Vereinsgruppen und Patenvereine bis in den späten Nachmittag seine Fortsetzung und schließlich seinen Abschluss (Über den Festabend folgt ein eigener Bericht ).

re/Chiemgau-Zeitung

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