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Gehen, Innehalten, Betrachten

Eröffnung des Wössener Skulpturenpfades 2022

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Die Skulptur „Rosa“ (Eiche rot, lasiert) von Josef Lang, im Rahmen der Eröffnung erläutert von Andreas Kuhnlein (rechts im Bild mit Mikrofon), mit einer imposanten Erscheinung von etwa drei Metern Höhe und aufgestellt gegenüber des Rathauses im Kleinen Kurpark am Wössener Bach, ist eines der Exponate, die es auf dem Skulpturenpfad zu entdecken gibt.

„Gehen, Innehalten, Betrachten“. Das ist der Untertitel, den die begleitende Broschüre den Besuchern mit auf den Weg gibt.

Erstaunliches Skulpturenwunder

Unter Organisation des ortsansässigen Bildhauers Andreas Kuhnlein veranstaltet die Gemeinde Unterwössen den Wössener Skulpturenpfad 2022. Von Mai bis Oktober 2022 lädt der Pfad mit Start beim Alten Bad dazu ein dreizehn Skulpturen zu entdecken. Die erste Station bildet die Skulptur „Zyklus“ von Andreas Kuhnlein. Ihr folgt die Figur „Sigst as a“ von Monika Stein und die Figur „Die Zwei“, geschaffen ebenfalls von Monika Stein. Die vierte Station findet sich mit der Skulptur „Sternenpflücker“ von Josef Lang. Skulptur fünf ist der „Drache“ von Werner Pink, dem sich die sechste Figur, eine weitere von Werner Pink, mit dem Titel „Gefangen in der Pandemie“ anschließt. Punkt sieben der Tour bildet der Rathausbrunnen mit dem Wössener Blaß, der von Andreas Kuhnlein geschaffen wurde. Mit Figur acht „Einsamkeit der Zeichen“ beteiligt sich Rudl Endriß, ehe Josef Lang mit seiner Skulptur „Rosa“ seinen zweiten Beitrag liefert. An zehnter Stelle des Weges findet sich die Skulptur „Besitzen“ von Rudl Endriß und damit dessen zweiter Beitrag zum Skulpturenpfad. Es folgen an elfter Position des Pfades „Drang nach oben“ von Andreas Kuhnlein, an Punkt zwölf die „Kugelspiele“ von Peter Schwenk und schließlich an dreizehnter und abschließender Stelle der „Spielstein“ von Rudl Endriß.

Die „Sternenpflücker“ (Eiche rot, lasiert) von Josef Lang, mit einer imposanten Erscheinung von etwa drei Metern Höhe, ist eines der Exponate, die es auf dem Skulpturenpfad zu entdecken gibt.

Eine inspirierende Zusammenarbeit

Der Erste Bürgermeister der Gemeinde Unterwössen Ludwig Entfellner (CSU) sprach einen herzlichen Dank an alle aus, die es möglich gemacht haben, dass der Skulpturenpfad verwirklicht werden konnte. Besonders dankte er dem Organisator Andreas Kuhnlein, den beteiligten Künstlerinnen und Künstlern Andreas Kuhnlein, Monika Stein, Werner Pink, Rudl Endriß, Josef Lang sowie Peter Schwenk, den Eigentümerinnen und -eigentümern der Grundstücke für das Zurverfügungstellen derselben, dem Team des Bauhofs der Gemeinde Unterwössen mit dessen Leiter Georg Schlaipfer, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung der Gemeinde Unterwössen, dem Amt für Ländliche Entwicklung Oberbayern und dem Ökomodell Achental e.V. für gewährte finanzielle Unterstützung sowie dem Journalisten und Fotografen mit eigener Medienagentur Axel Effner und dem Regionalfernsehen Oberbayern mit ihrem anwesenden Kamerareporter für die begleitende Berichterstattung.

Kunst-Comeback nach der „Corona-Pause“

Für Entfellner war es etwas Besonderes, nach zwei Jahren „Corona-Pause“, in der vieles an Kunst und Kultur zurücktreten habe müssen oder ganz ausgefallen sei, dieses Vorhaben nun in der Gemeinde umgesetzt zu wissen. Er sah Kunst und Kultur auch als Standortfaktor für die Gemeinde und die Region. Andreas Kuhnlein dankte seinerseits der Gemeinde Unterwössen mit ihrem Ersten Bürgermeister Ludwig Entfellner und ihrem Zweiten Bürgermeister Johannes Weber sowie dem Gemeinderat und dem Bauhof für die hervorragende Zusammenarbeit und den Rückhalt für das Projekt von Anbeginn an.

Entfellner und Kuhnlein freuten sich über die rege Teilnahme an der Eröffnung. Über 100 Gäste hatten sich dazu eingefunden. Musikalisch gestaltet wurde der kleine Festakt durch ein Schüler-Lehrer-Ensemble des Musikschulverbundes Achental unter Leitung von Wolfgang Diem.

Es war auch ein Zusammentreffen vieler ehrenamtlich, sozial und gemeinnützig engagierter Personen. So fanden sich unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern unter anderem Bezirksrätin Annemarie Funke (CSU), zugleich Geschäftsführerin der Lebenshilfe Traunstein gGmbH, Dritter Stellvertretender Landrat des Landkreises Traunstein und Zweiter Bürgermeister der Gemeinde Grabenstätt Andreas Danzer (FW), Altbürgermeister der Gemeinde Unterwössen Hans Haslreiter (CSU), Altbürgermeister der Gemeinde Schleching Fritz Irlacher (CSU), zugleich Ehrenvorsitzender des Ökomodell Achental e.V., sowie die Dritte Bürgermeisterin der Gemeinde Unterwössen Claudia Schweinöster (FDP/UWW).

Mit dabei waren auch die Unterwössener Gemeinderatsmitglieder Markus Entfellner (FDP/UWW), Gabriele Neubert (Bündnis 90/Die Grünen), Ute Haag (Bündnis 90/Die Grünen), Bartholomäus Irlinger (OWG), Katharina Wagner (CSU) und Matthias Schweigl (CSU). Teilgenommen haben ebenfalls der Leiter des Katholischen Pfarrverbandes Oberes Achental und Pfarrer der Katholischen Pfarrei St. Martin Unterwössen Martin Straßer, der Diakon der Evangelischen Kirchengemeinde Marquartstein Michael Soergel, der Geschäftsführer des Ökomodell Achental e.V. Wolfgang Wimmer, die Ehrenbürgerin der Gemeinde Unterwössen Adelheid Waldeyer-Meirer, der Vorsitzende des Heimat- und Geschichtsvereins Achental e.V. Dr. Hans-Jürgen Grabmüller sowie die Geschäftsführerin des gemeinsamen Kommunalunternehmens Achental Tourismus Elisabeth Keihl.

„Kunst im öffentlichen Raum“

In seinen einleitenden Gedanken sprach der Zweite Bürgermeister Johannes Weber (CSU) das Spannungsfeld an, in welchem sich Kunst im öffentlichen Raum bewege und in das sich auch die Gemeinde als Veranstalterin solcher durchaus begebe.

Er führte aus: „Kunst wohnt gerade immer auch ein kommunikatives Wesen inne. Kunst konfrontiert, berührt, regt an. Sie regt an zum Sich-Gedanken-Machen und zur Diskussion. Hier und heute geht es im Besonderen um Kunst im öffentlichen Raum.“. Weber verwies dabei auf den Artikel „Das Prinzip des öffentlichen Raums“ von Kathrin Wildner und Hilke Berger. In diesem stellten die beiden Autorinnen mit ihrer Aussage „Ohne Öffentlichkeit kein öffentlicher Raum“ klar, dass zentrales Wesensmerkmal des öffentlichen Raums gerade seine Öffentlichkeit sei, so Weber. Den Autorinnen zufolge handele es sich beim öffentlichen Raum von einem Ideal her betrachtet um einen allen Menschen gleichermaßen zugänglichen Ort.

Der Zweite Bürgermeister daran anknüpfend: „Wenn ein Raum gerade allen Menschen zugänglich sein und dienen soll, ergeben sich dadurch gewisse Herausforderungen auch für die Kunst in ihm.“ Er warf die erste Herausforderung auf, indem er aus dem Beitrag von Katrin Albinus „Kunst im öffentlichen Raum: Schaut sich das einer an?“ wie folgt zitierte: „Kunst im Alltag macht oft ratlos – wenn überhaupt jemand reagiert. […] Die Kunst wird oft gar nicht als solche erkannt. […] Im Überangebot der um Aufmerksamkeit kämpfenden Zeichen […, wie etwa] provokanter Werbung, […] Hinweisschildern, Baustellen, Signaltönen wird sie bestenfalls zur Kenntnis genommen.“.

Johannes Weber wies auf eine zweite Herausforderung hin: „Es stellt sich auch die Frage, ob wenn der öffentliche Raum gerade jedermann gehört und bekanntlich die „Geschmäcker“ verschieden sind, er nicht möglichst neutral gestaltet werden muss?“. Der Stellvertretende Bürgermeister Weber führte beide Herausforderungen zusammen: „Provokant gefragt: Ist Kunst im öffentlichen Raum, wie hier der Skulpturenpfad, „verfehlt“?“.

Seine Antwort war folgende: „Da öffentlicher Raum der Raum der Öffentlichkeit ist, wird er gerade durch deren Vielfältigkeit, die Pluralität der Meinungen und Anschauungen geprägt. Er ist also genau der Raum, in den auch Kunst gehört. Durch die Skulpturen entlang des Pfades werden im öffentlichen Raum besondere Orte geschaffen. Orte, die zum Sich-Gedanken-Machen, zur Begegnung von Menschen, zum Austausch und zur Diskussion Anlass bieten und dazu einladen. Die Skulpturen heben auf diese Weise Grünflächen heraus aus ihrem einstmals unbeachteten Dasein. Sie überführen diese Flächen in eine räumliche und kommunikative Dimension. Die Skulpturen laden auch dazu ein, scheinbar bestens bekannte Orte mit einem anderen, neuen Blick zu betrachten. Sie laden ein sich der Besonderheit und Schönheit dieser Orte bewusst zu werden“.

Im Anschluss an die Begrüßung, den Dank und die einleitenden Gedanken begab man sich gemeinsam auf den Pfad, geführt von Andreas Kuhnlein und seinen Künstlerkolleginnen und -kollegen. Bei jeder Station erfolgte eine Vorstellung durch den jeweiligen Kunstschaffenden. Ihren Ausklang fand die Veranstaltung im Bistro der Lebenshilfe nahe des Rathauses Unterwössen.

Ausführliche Informationen zu den entlang des Pfades gezeigten Werken sowie den Künstlerinnen und Künstlern finden sich unter anderem in der von der Gemeinde Unterwössen herausgegebenen Begleitbroschüre, des Weiteren unter anderem in der Berichterstattung von Axel Effner in den regionalen Print- und Online-Berichts-Medien.

CSU-Ortsverband Wössen

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