Nach Zwangsversteigerung der Oberwössener "Post"

Völlig neue Pläne: "Will ein Schmuckstück draus machen"

+
Das ehemalige Gasthaus "Zur Post" an der B305 in Oberwössen. 
  • schließen

Unterwössen - "Ich will daraus ein Schmuckstück machen", verspricht Projektentwickler Schweiger. Er ist verantwortlich für die Sanierung der zwangsversteigerten "Post" in Oberwössen. Seine genauen Pläne:

Das Haus stammt aus dem 15. Jahrhundert, in den vergangenen Jahren stand das alte Wirtshaus "Zur Post" in Oberwössen allerdings leer. Nun gibt es konkrete neue Pläne: Sieben bis acht Wohnungen mit jeweils 50 bis 100 Quadratmeter, außerdem auch sechs bis acht Ferienwohnungen will Projektentwickler Franz Schweiger dort unterbringen. 

Wirtshausbetrieb wird es keinen mehr geben

"Es wird super, ich will daraus ein Schmuckstück machen - und schließlich auch selber drin wohnen", so Schweiger im Gespräch mit chiemgau24.de. Im April wurde das alte Wirtshaus zwangsversteigert: Für 330.000 Euro war eine Münchnerin die Höchstbietende, in ihrem Auftrag hat Schweiger nun das Ruder in die Hand genommen. Bis spätestens Oktober sollen die Wohnungen bezugsfertig sein.

Noch heuer sollen die Wohnungen bezugsfertig werden. 

Auf über 800.000 Euro wurde der Verkehrswert des Gebäudes von der Richterin bei der Versteigerung festgesetzt - auch Schweiger spricht daher von einem "erstaunlich günstigen Preis". Klar ist angesichts der neuen Pläne aber auch: Wirtshausbetrieb wird es in der "Post" keinen mehr geben: "Sowas geht nicht mehr", ist sich Schweiger sicher - auch wenn er sich von den Oberwössenern auch schon kritische Stimmen gefallen lassen musste. 

"Keine Zweitwohnungssitze"

"Ich will dort guten und günstigen Wohnraum für Einheimische und keine Zweitwohnungssitze", so Schweiger. Momentan wird das Haus entrümpelt und Wasser, Heizung und Elektrik auf Vordermann gebracht. 1995 wurde das Gebäude zuletzt saniert, viel ist noch "erstaunlich gut erhalten". Optik und Fassade des Gasthauses werden weitgehend erhalten bleiben wie gewohnt, nur kleine Details verändern sich äußerlich - zum Beispiel weiße, statt schwarze Fensterrahmen. 

Der vorige Eigentümer des Objekts hatte ursprünglich nach dem Ende des Gasthofbetriebs Verträge mit einem Nachfolger geschlossen. Diese scheiterten aber. 2013 wurden in der "Post" auch Flüchtlinge einquartiert. Flüchtlinge in der "Post" einquartiert. 1420 wurde das ehemalige Wirtshaus erstmals urkundlich erwähnt und 1855 neu ausgebaut. 

xe

Zurück zur Übersicht: Unterwössen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser