Medieninformation CSU Wössen

Gemeinsame Sitzung und Ortstermin beim Achental Tourismus

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Unterwössen - Kürzlich trafen sich auf Initiative und Organisation des Zweiten Bürgermeisters und Ortsvorsitzenden in Unterwössen Johannes Weber die Mitglieder der CSU-Gemeinderatsfraktion aus Wössen mit den CSU-Gemeinderatsmitgliedern aus Schleching zu einer gemeinsamen Sitzung.

Es war dies die erste gemeinsame Sitzung dieser Art. Ziel der Sitzung war es, einen Blick über das Geschehen im eigenen Ort hinaus zu werfen. Dabei Gemeinsamkeiten und Unterschiede in Chancen, Herausforderungen und Lösungsansätzen herauszufinden und in einen Austausch von Erfahrungen und Meinungen zu treten.


Die Tagesordnung zur Sitzung wies zwei Punkte aus. Zum Ersten die Besichtigung und Vorstellung des gemeinsamen Kommunalunternehmens (gKU) Achental Tourismus der Gemeinden Unterwössen, Marquartstein, Staudach-Egerndach und Schleching. Zum Zweiten eine Diskussion der Möglichkeiten zur Unterstützung von Hauptwohnsitzsuchenden, vor allem jungen Familien.

Als Ort des Treffens wurde das Alte Bad in Unterwössen gewählt. Denn einerseits hat das gemeinsame Kommunalunternehmen dort seinen Sitz mit Verwaltungsräumen und seiner zentralen Touristinformation. Andererseits befindet sich direkt neben diesen Räumlichkeiten die Achental Halle, in der dann die Besprechung und Diskussion stattfinden konnte. Mit dem ersten Tagesordnungspunkt fand dabei auf Seiten der Wössener Vertreter die Forstsetzung der im Jahr 2018 durch den CSU-Ortsverband Wössen begonnenen Ortsterminsreihe statt. Es war dies nun der 11. Ortstermin.


Der Leiter der Sitzung, CSU-Gemeinderatsfraktionssprecher in Wössen Matthias Schweigl, freute sich unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Sitzung neben dem Ersten Bürgermeister in Unterwössen Ludwig Entfellner und dem Ersten Bürgermeister in Schleching Josef Loferer auch die Erste Bürgermeisterin in Staudach-Egerndach Martina Gaukler und den Ersten Bürgermeister in Marquartstein Andreas Scheck begrüßen zu können.

Im Rahmen des ersten Tagesordnungspunkts gab Andreas Scheck, da er der Vorsitzende des Verwaltungsrats und derzeitige kommissarische Geschäftsführer des gKU ist, unter anderem Antworten auf die Frage "Was ist in der bisherigen Zeit der gemeinsamen Arbeit entstanden?". Was da so alles geschehen und auf den Weg gebracht worden ist, kann sich sehen lassen.

Im Bereich der Organisation wurde etwa die neue Unternehmenszentrale im Alten Bad in Unterwössen eröffnet. Außerdem wurde ein fachlich gut aufgestelltes und gut funktionierendes Team geformt und durch das Setzen von Arbeitsschwerpunkten bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern "Spezialisten" ausgebildet.

Im Bereich des Service für Gäste, Gastgeber und Leistungsträger sind unter anderem derTourismusbeirat als Beratungsgremium aus Gastgebern, Leistungsträgern und Akteuren im Tourismus, der aufsuchende Gastgeberservice, die Achental-Gästekarte mit erweiterten Leistungen im Achental, sowie regelmäßige Newsletter für Gastgeber mit neuesten Informationen und Hilfestellungen geschaffen worden. Im Bereich Marketing schließlich wurden dieMarkenbildung "Achental" mit ansprechenden Logo-Motiven mit hohem Wiedererkennungswert, ein Imagefilm, eine zentrale Website und Auftritte auf verschiedenen Social-Media-Plattformen realisiert.

Die anschließende Diskussion führte die Bedeutung des Tourismus für das wirtschaftliche und auch gesellschaftliche Leben vor Augen. Allerdings gehen mit dem Tourismus offenkundig auch Herausforderung einher. So bedeutet vor allem die Zunahme an Tagestouristen ein deutlich höheres Verkehrsaufkommen besonders auch an gemeindlichen Straßen zu Wanderparkplätzen.

Im Fazit wurde festgestellt, dass es sogenannten Overtourism zu verhindern gilt. Eine behutsame Vermarktung ist aber legitim und zu verfolgen, wobei sich Schwierigkeiten der Ausbalancierung stellen.

Im Rahmen des zweiten Tagesordnungspunktes "Unterstützung der Wohnungsmöglichkeiten für Hauptwohnsitzsuchende, vor allem Familien", wurden auch Möglichkeiten zur Begrenzung von Zweitwohnungen diskutiert. Das Thema ist hochaktuell. Wohnraum, vor allem für Familien, ist in den meisten Orten in Oberbayern bereits äußerst knapp und wird noch knapper werden. Gleichzeitig konkurrieren auf dem Wohnungsmarkt Einwohner und an einem Erstwohnsitz Interessierte vor allem mit denen, die eine Wohnung als Zweitwohnung erwerben möchten.

Zu Beginn der Diskussion von Maßnahmen wurde festgestellt, dass es wichtig ist, bestehende Zweitwohnungen bzw. Zweitwohnsitze von (etwaig) neu hinzukommenden Zweitwohnungen bzw. Zweitwohnsitzen zu unterscheiden.

Auffällig ist, dass die Gemeinden Unterwössen, Marquartstein, Staudach-Egerndach und Schleching dabei deutliche Unterschiede aufweisen, was die Höhe des aktuellen Anteils der Zweitwohnungen und Zweitwohnsitze anbelangt.In Unterwössen und Schleching ist die Zahl der Zweitwohnsitze mit jeweils etwas über 20 Prozent vergleichsweise hoch. In der Diskussion wurden vor allem drei mögliche Instrumente ausgemacht und beleuchtet.

Zum Einen die sogenannte Zweitwohnungsbegrenzungssatzung. Bei dieser handelt es sich grundsätzlich um keine eigene Satzung.

Vielmehr sind entsprechende Regelungen als Bestandteil in die Satzung zur Sicherung der Fremdenverkehrsfunktion zu integrieren.

Im Ergebnis würden entsprechende ortsrechtliche Regelungen dazu führen, dass unter bestimmten Voraussetzungen und für bestimmte Teile des Gemeindegebiets die Zulassung von weiteren, neuen Zweitwohnungen unterbunden werden kann.

Daneben wurde die Anpassung bzw. Erhöhung der Zweitwohnungssteuer und damit eine entsprechende Änderung der Zweitwohnungssteuersatzung diskutiert. Nicht zuletzt, da aktuell ohnehin viele Gemeinden vor dem Hintergrund veränderter rechtlicher Bewertungen der Berechnungsgrundlage dabei sind, ihre Zweitwohnungssteuersatzungen zu ändern.

Schließlich wurde als drittes Instrument noch die Eintragung einer Dienstbarkeit bezüglich der Hauptwohnsitzbindung bei der Ausweisung bzw. Schaffung eines neuen Baurechts angesprochen. Vor allem diese Möglichkeit wurde als sehr wirkungsvoll bewertet.

Das Resümee zur gemeinsamen Sitzung war durchweg positiv. Die meisten Herausforderungen stellen sich dabei wohl in allen Gemeinden des Achentals, wenn auch mit jeweils anderer Intensität. Daher sollte sich und wird sich um einheitliche Lösungen für die vier Gemeinden im Achental und idealerweise das gesamte Achental bemüht werden.

Mit der Sitzung wurde ein weiterer Impuls für die Fortführung und den Ausbau der Zusammenarbeit im Achental gesetzt. Die Sitzung könnte auch Anstoß dafür sein, zu bestimmten Themen zukünftig auch gemeinsame Gemeinderatssitzungen durchzuführen.

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