Flugshow fiel ins Wasser

Wetterpech zum Jubiläum der DASSU

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Unterwössen - Anstatt 70 Maschinen schafften es nur sieben zum Flugtag der Deutschen Alpensegelflugschule. Das Wetter machte auch vor dem runden Geburtstag nicht halt.

Der Flugtag zum 60. Geburtstag der DASSU in Unterwössen: Bis zu 70 verschiedene Flugzeuge aller Art sollten kommen - wunderschöne Oldtimer, schnittige Kunstflugmaschinen, bullige Kraftpakete mit kernigem 5-Zylinder-Sternmotor-Sound; Hubschrauberrundflüge, atemberaubende Kunstflugvorführungen, spektakuläre Stunts mit Modellflugzeugen; Fallschirmspringer, die vor mehreren Tausend begeisterten Zuschauern aus dem stahlblauen Himmel in Formation vom Himmel fallen.

Wie schön hätte das alles werden können, hätte das leidige Thema "Wetter" nicht einen saftigen Strich durch die Rechnung gemacht.  Bereits am Vorabend zur Flugschau, beim Hallenfest, schüttete es als gäbe es kein Morgen mehr.

Aber das Tief über Osteuropa schaufelte beständig weiter feuchte Luft nach Ostbayern. So konnten viele Flugzeuge, die sich für den Flugtag angemeldet hatten, nicht von Ihren Heimatflugplätzen starten oder saßen wo anders fest, teilweise im strahlenden Sonnenschein, aber das Wetter gab eben nirgendwo auch nur eine kleine Lücke frei, durch die man hätte schlüpfen können.

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Und so befanden sich anstatt 70 angekündigter Maschinen gerade einmal sieben in Unterwössen, darunter der große Antonow-Doppeldecker und der Kunstflieger Extra 300. Die Antonow schaffte gerade einen einzigen Rundflug. Die Extra-300 und noch einige andere Flugzeuge machten ein paar kurze Vorführungen, um den vielleicht 1000 Zuschauern, die wacker mit Regenschirm und warmer Kleidung ausharrten, wenigstens ein bisschen was zu bieten.

Ein englischer "Slingsby" Doppelsitzer wurde für eine kurze Platzrunde hochgeschleppt und mit einer SG-38 ein Autoschlepp vorgeführt.

Die Blasmusik spielte und die Unterwössner Gebirgsschützen versuchten, mit Böllerschüssen ein Loch in die Wolkendecke zu schießen - leider ohne Erfolg. Trotzdem hat man aus den Umständen das Beste gemacht und den Gästen einige "Ah's" und "Oh's" entlockt. Dazu haben sich alte Fliegerbekannte getroffen, sich ausgetauscht, über die alten Zeiten geratscht, neue Pläne geschmiedet.

Christian Köstner

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