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Pressemeldung der CSU Wössen

Ortstermin am Hochgerngipfel – Besichtigung des Bergmähderprojekts

Ortstermin am Hochgern
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Das Bild – aufgenommen knapp unterhalb des Hochgerngipfels mit Blick auf den Chiemsee – zeigt den Diplom-Biologen Markus Sichler (Dritter von rechts, mit Hut) bei der Bestimmung und Erläuterung eines Zwiebelgewächses. Auf dem Bild weiter zu sehen sind (von links) der Ansprechpartner für Alm- und Alpwirtschaft beim Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Rosenheim Christian Tegethoff, der Weitalm-Bauer Josef Schuhbeck, der Zweite Bürgermeister in Unterwössen Johannes Weber, (verdeckt im Bild) die Erste Bürgermeisterin in Staudach-Egerndach Martina Gaukler, der Leiter der Bergwachtbereitschaft Marquartstein Joseph Auer und der Vorsitzende des Gartenbauvereins Unterwössen Hermann Minisini.

Wössen - Zu einem Ortstermin der besonderen Art kam man kürzlich auf dem Hochgern zusammen. Vorgestellt wurde dort auf Initiative und Organisation des Ortsvorsitzenden und Zweiten Bürgermeisters Johannes Weber hin, das den Natur- und Artenschutz in den Fokus nehmende Bergmähderprojekt.

Die Pressemeldung im Wortlaut:

Bis in die 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts wurde unter anderem die steil abfallende Südflanke des Hochgerns mit großem Aufwand gemäht. Auf diesen sog. Bergmähderflächen hatte sich eine große Zahl an verschiedensten Tier- und Pflanzenarten angesiedelt. Es entstand eine bergbäuerliche Kulturlandschaft mit großer Biodiversität. Infolge der Aufgabe dieser dann unwirtschaftlich gewordenen Mahd vergrasten, verfilzten und verbuschten die dortigen Flächen und verschwand von dort ein Großteil der Arten.

Dies umzukehren ist das erklärte Ziel des vom Ökomodell Achental e.V. getragenen und durch die Regierung von Oberbayern sowie das Landratsamt Traunstein geförderten und fachlich mitbegleiteten Bergmähderprojekts. So wurde im vergangenen Jahr die Fläche mit Hilfe technischen Geräts vom alten Grasfilz befreit. Mit Rücksicht auf Tiere und Insekten, unter anderem auf das Balz- und Brutverhalten von Raufußhühnern, wurde und wird dabei der Termin für Mäharbeiten im Jahresverlauf recht spät gelegt.

Vor allem durch regelmäßiges jährliches Mähen sollen die Flächen „ausgemagert“ werden und so den verschwundenen Arten die Möglichkeit zur Rückkehr bieten. Wann, wo und wie sich Tier- und Pflanzenarten wieder ansiedeln, wird begleitend wissenschaftlich untersucht werden.

Referenten der Exkursion waren der Initiator und Betreuer des Projekts Christian Tegethoff (er ist Mitarbeiter und Ansprechpartner für Alm- und Alpwirtschaft beim Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Rosenheim und beim Fachzentrum für Alm- und Alpwirtschaft am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Holzkirchen), der mit eigenem Planungsbüro für Landschaftsökologie selbstständige Diplom-Biologe Markus Sichler, sowie die Gebietsbetreuerin beim Ökomodell Achental e.V. und Mitarbeiterin bei der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Traunstein Magdalena Bahr.

Exkursionsteilnehmer auf Seiten des CSU-Ortsverbandes waren der Ortsvorsitzende und Zweite Bürgermeister Johannes Weber, der Stellvertretende Ortsvorsitzende, Oberst der Bundeswehr a.D. und Vorsitzende des Gartenbauvereins Unterwössen Hermann Minisini, der Vorsitzende der CSU-Gemeinderatsfraktion Matthias Schweigl, der ehemalige Vorsitzende des Ortsverbandes Unterwössen im Bayerischen Bauernverband und Weitalm-Bauer Josef Schuhbeck, Oberstleutnant der Bundeswehr a.D. Klaus Hellmich sowie Erwin Stephan Haugg. Aus Wössen mit dabei war auch der örtliche Medienberichterstatter Ludwig Flug.

Aus Staudach-Egerndach, auf dessen Gemeindegebiet Teile des Hochgerns liegen, nahm die Erste Bürgermeisterin Martina Gaukler (CSU) teil.

Auch der Bereitschaftsleiter der Bergwacht Marquartstein Joseph Auer war mit dabei, nicht zuletzt weil der Schutz der Berge und der auf ihnen lebenden Tiere und Pflanzen ein wichtiges Anliegen der Bergwachten ist.

Sie alle zeigten sich und sind begeistert von diesem „tollen Projekt“.

Das Projekt fügt sich dabei hervorragend an das bereits bestehende Vertragsnaturschutzprogramm für das Weitalm-Gebiet am Hochgern an. Dieses wird von den Weitalm-Bauern in Kooperation mit dem Landratsamt Traunstein und dessen Naturschutzbehörde verfolgt.

Magdalena Bahr und Josef Schuhbeck betonten, dass mitentscheidend für den Erfolg eines jeden Projekts zum Schutz von vielfach selten gewordenen Tier- und Pflanzenarten das Verhalten eines jeden einzelnen Besuchers ist. So gilt es grundsätzlich auf den ausgewiesenen und ausgeschilderten Wegen zu bleiben.

Abschließend stellten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Exkursion fest: „Wir leben in einer wunderbaren Region! Wer diese liebt, der bewahrt und schützt auch ihre einzigartigen Naturschätze!“.

Pressemeldung der CSU Wössen

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