"Von der Wiege bis zur Bahre"

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Grassau - Spiegel und Ansporn gleichermaßen sollen vier Aktions- und Ausstellungstage im Heftergelände sein. Passend dazu eröffnet eine Ausstellung, die bis zum 9. Mai dauert.

Thema der Veranstaltungsfolgen ist „Tradition & Brauchtum – Bayerisches Leben – Sehen – Nachdenken – Reden – Erleben“. Bereits bei der Eröffnung der Ausstellung („Von der Wiege bis zur Bahre“), die noch bis zum Sonntag, 9. Mai täglich von 10 Uhr bis 20 Uhr geöffnet hat, zeigte sich, dass sich die Verantwortlichen Tiefsinniges ausgedacht und dass zahlreiche ehrenamtliche Denker und Handwerker Fleiß und Können bewiesen haben. Die Ausstellung zum Auftakt des „Grassauer Festjahres“ (dort findet Ende Juli auch das Chiemgauer Gautrachtenfest statt) wurde professionell vorbereitet, ist klar gegliedert und mit vielen Themen zu Gesellschaft, Geschichte und Brauchtumspflege eine vorzügliche Informationsquelle.

Bei der Eröffnung durch Bürgermeister Rudi Jantke und durch die Gauvorstände Ludwig Entfellner und Michi Huber waren unter den vielen Gästen und Ehrengästen auch Bayernbund-Landesvorsitzender Adolf Dinglreiter und der Landesvorsitzende des Bayerischen Trachtenverbandes Otto Dufter. „Brauchtum braucht Sinn und Leute, hat eine immer wiederkehrende Form und sorgt für Verwurzelung in der Heimat“, so Zweiter Gauvorstand Michi Huber in seiner Einführung. Erster Gauvorstand Ludwig Entfellner hatte allen guten Grund, den vielen fleißigen Helferinnen und Helfern, den gescheiten Text-Verfassern und Ausstellungsgestaltern sowie den großzügigen Sponsoren (Marktgemeinde Grassau, Landkreis Rosenheim, VR Bank Rosenheim-Chiemsee, Privatbrauerei Wieninger, Yachten Meltl, Freiberger Holding GmbH, Ökomodell Achental, Verlag + Druck Linus Wittich , Gärtnerei Glanz Unterwössen) zu danken. Nur durch deren aller Zusammenwirken konnte die Ausstellung geschafft werden.

Wie Ludwig Entfellner erläuterte, sollen die Inhalte bewusst informativ und kritisch sein, zum Teil wurde auch der Unterschied zwischen Er- und Unterhalten herausgestellt. „Kultur ist kein Luxus, sondern ein Lebensmittel“ – diesen Ausspruch von Bayerns vormaligem Ministerpräsidenten Dr. Edmund Stoiber nahmen die Gauvorstände zum Anlass, um den „hochwertigen Lebensmitteln“ Tracht, Brauchtum, Musik und Mundart wieder mehr Aufmerksamkeit zu widmen. „Der mit viel Mühe und Liebe gestalteten Ausstellung wünsche ich viel Erfolg und Besucher. Ein Dankeschön für die zahlreichen Denkanstöße“ – so lautete passend der Eintrag ins Gästebuch von Karl J. Aß aus Prien, Kreisheimatpfleger des Landkreises Rosenheim. „Reichen wir uns generations-übergreifend die Hand, lassen wir Jung und Alt zusammenarbeiten, dann können wir auch fortan zuversichtlich sein“ – in diesem Sinne wurden die Aktionstage in Grassau eröffnet. Sie werden fortgesetzt mit Vorträgen und mit eigens einstudierten Einaktern, die am Samstagabend gespielt werden.

"Von der Wiege bis zur Bahre"

Anton Hötzelsperger

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