VdK-Vorsitzender tritt zurück

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Das Archivbild entstand bei der Übergabe im Dezember 2010: Links der nach drei Jahrzehnten aus dem Amt des Vorsitzenden des VdK Ortsverbandes Reit im Winkl scheidende Rudi Pertl. Rechts sein Amtsnachfolger Bernhard Plank, der jetzt zurücktrat. Foto ostermaier

Reit im Winkl - Weil er "nicht den nötigen Rückhalt gefunden hat", ist Bernhard Plank als Vorsitzender des VdK-Ortsverbandes zurückgetreten. 

Mit großer Erleichterung war im Dezember 2010 in den Kreisen des VdK-Ortsverbandes Reit im Winkl vernommen worden, dass für den damals scheidenden Vorsitzenden Rudi Pertl mit Bernhard Plank ein Nachfolger gefunden werden konnte, eine ideale Lösung, wie zum damaligen Zeitpunkt von vielen Seiten betont wurde. Kaum eineinhalb Jahre später ist diese Amtsnachfolge aber schon wieder Geschichte: Vor wenigen Tagen trat der Verwaltungsfachwirt Plank zurück, er finde nicht den nötigen Rückhalt, wie er erklärte. Wie es nun mit dem Ortsverband weitergeht, dazu konnte der Traunsteiner VdK-Kreisgeschäftsführer Bernhard Obertanner keine Erklärung abgeben, "in den nächsten Wochen werden dazu Gespräche stattfinden", wie er andeutete.

Im Stich gelassen fühlte sich Plank insbesondere deshalb, weil er vor kurzem zu einer Vorstandssitzung bat, zu der allerdings bis auf eine Beisitzerin niemand erschien. "Dazu muss ich laut den Statuten zwei Wochen vor dem Termin schriftlich einladen", was Plank auch machte. Kurzfristig wurde aber zum Termin der Vorstandssitzung zeitgleich auch eine Beerdigung anberaumt, weswegen die geladenen Vorstandsmitglieder nicht zur Sitzung erschienen. "Ich habe keine Absage erhalten", sagt dazu Plank, der im Sitzungslokal vergeblich auf seine VdK-Kollegen wartete. Dies habe ihn sehr enttäuscht, er habe daraufhin schriftlich seinen Rücktritt erklärt.

Ein klärendes Gespräch, das kurze Zeit später auf Einladung des zum Ehrenvorsitzenden ernannten Rudi Pertl stattfand, brachte kein neues Ergebnis. Somit steht die Ortsgruppe des Sozialverbandes derzeit ohne Führung da. "Wir bedauern das überaus", sagte Kreisgeschäftsführer Bernhard Obertanner. "Uns liegt sehr viel daran, dass dieser Vorsitz zügig neu besetzt wird. Für uns ist es die allerletzte Option, dass aufgrund einer solchen Situation mehrere Ortsverbände zusammengelegt werden."

In den kommenden Wochen will der Landtagsabgeordnete und VdK-Kreisvorsitzende Klaus Steiner nach Reit im Winkl kommen, um nach Möglichkeiten zu suchen. "Vielleicht findet sich ja bis dahin eine Lösung", so Obertanner abschließend.

ost/Chiemgau-Zeitung

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