A8-Ausbau: Umweltschützer gegen Ramsauer

Übersee - Proteste gegen Verkehrsminister Ramsauer: Rund 100 Demonstranten haben sich gegen den geplanten sechsspurigen Ausbau der A8 mit Transparenten und Sprechchören gewehrt.    

Zum Schluss doch noch eine versöhnliche Geste. Verkehrsminister Peter Ramsauer erhält ein Stück saftiger Erde aus seiner Chiemgauer Heimat in einem Glasbehälter. Sogar ein paar Grashalme spitzen hervor- ein Zeichen fruchtbarer Böden und einzigartiger Natur. Doch das könnte sich bald ändern.

Der Verkehrsminister plant einen sechsspurigen Ausbau der A8 zwischen Rosenheim und Salzburg mit je einem zusätzlichen Standstreifen. "Die Arbeitsgruppen der drei betreffenden Landkreise haben nach ausführlichen Untersuchungen festgestellt, dass dieser sechsspurige Ausbau die einzig richtige Lösung ist. Das Verkehrsministerium hat deswegen die Bayerische Staatsregierung beauftragt, anhand dieser Vorlage die weiteren Schritte einzuleiten", sagte Ramsauer gegenüber chiemgau24.

Bilder von der Demonstration

Proteste gegen geplanten A8-Ausbau

Der Bund Naturschutz in Bayern, die Bürgerinitiative "A8-Bürger setzen Grenzen", die ÖDP sowie die Grünen kämpfen dagegen für ihre Forderung: Auch sie befürworten einen Ausbau, jedoch in einem geringeren Umfang. Vier plus zwei lautet der Vorschlag, zwei Fahrspuren mit je einem Standstreifen.

"Die Autobahn hat sich bisher der Landschaft angepasst, ein sechsspuriger Ausbau würde die Zerstörung der einzigartigen Natur bedeuten", sagte Richard Mergner, Landesbeauftragter Bund Naturschutz in Bayern. Desweiteren fordern die Umweltschützer ein Tempolimit von 120 km/h für PKW und 80 km/h für LKW.

Sowohl Ramsauer als auch die Demonstranten plädieren für einen raschen Ausbau der Zugverbindungen in Bayern, speziell die Strecke München-Mühldorf-Freilassing. Die Bürgerinitiative hat bereits 5000 Unterschriften gegen die Ausbaupläne von Ramsauer gesammelt und plant weitere Aktionen.

Stefan Forster           

Rubriklistenbild: © sf

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