Bürgermeister Hans Haslreiter zieht positive Bilanz über zu Ende gehendes Jahr 2012

"Wir bekommen wieder eine Dorfmitte"

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Unterwössen - Bei seiner Weihnachtsansprache blickte Bürgermeister Hans Haslreiter auf das Jahr 2012 zurück. Auch das Thema Hallenbad sprach er an.

"Gemeinsam ist es uns gelungen, unsere Gemeinde im zu Ende gehenden Jahr als attraktiven Lebensraum Schritt für Schritt weiter zu entwickeln", sagte Bürgermeister Hans Haslreiter nicht ohne Stolz in seiner traditionellen Weihnachtsansprache während der letzten Gemeinderatssitzung dieses Jahres. "Wir haben Nachhaltiges geschaffen, freiwillige Leistungen in großem Umfang erfüllt und etwas Schulden abgebaut."

Als die beiden herausragenden Themen bezeichnete der Rathauschef das Hallenbad und den Verkauf des Gemeindegrundstückes in der Ortsmitte.

Die kurzfristige Schließung des Hallenbades und das Insolvenzverfahren seien aus Sicht der Gemeinde zwar unvermeidbar gewesen, würden aber noch nicht das endgültige Aus bedeuten. "Die Zeit des momentanen Stillstandes wird auch jetzt mit der Suche nach weiteren Alternativen oder Lösungsmöglichkeiten genutzt", betonte Haslreiter.

Als "bedauerlich" empfand er es, "dass es zu keiner Solidargemeinschaft des Achentales für den weiteren Hallenbadbetrieb gekommen sei.

Baulücke wird geschlossen

Umso mehr freute sich der Bürgermeister über die Entwicklung in der Dorfmitte:"Die große Baulücke wird endlich mit einem Vollsortimenter geschlossen, und wir bekommen wieder einen Dorfmittelpunkt." Nach der in Kürze zu erwartenden Baugenehmigung stünde dem Bauvorhaben nichts mehr im Wege und der Kaufpreis werde fällig.

Neben diesen beiden Dauerbrennern blickte der Rathauschef auch auf zahlreiche Investitionen in Schule, Rathaus, Kindergarten, Turnhalle, bei der Feuerwehr, beim Bauhof und am Wössner See zurück. Investiert wurde zudem auch in die Erweiterung und Umstellung aller Straßenlampen in Unter- und Oberwössen auf Energiesparleuchtmittel sowie in die Sanierung von Gemeindestraßen und Gehsteigen.

"Eine große Investition war heuer auch der Unterhalt unseres Kanalnetzes aus den 1960er- und 1970er-Jahren, dessen starker Sanierungsbedarf jährlich etwa 200000 Euro kosten dürfte und für den es keine Zuschüsse gibt", so der Bürgermeister.

Trotz dieser vielen Investitionen freute sich Haslreiter "über eine positive Entwicklung der Finanzen". Die sei möglich geworden durch Mehreinnahmen bei der Gewerbesteuer (etwa 20000 Euro), einer positiven, aber noch nicht genau bekannten Entwicklung bei der Ein-kommenssteuerbeteiligung sowie einer generell richtigen Weichenstellung.

Schulden abgebaut

Unter dem Strich habe man laut Haslreiter die vorgesehene Kreditaufnahme von 432000 Euro nicht in Anspruch nehmen müssen und damit bereits seit vier Jahren hintereinander ohne eine Neuaufnahme auskommen können. Zudem habe man noch 142000 Euro an Schulden reduziert.

In einem kurzen Ausblick auf 2013 sprach der Gemeindechef hauptsächlich die künftigen Investitionen an. Geplant sei der Kauf eines neuen Feuerwehr-Löschfahrzeugs LF 20/16 (330000 Euro), wofür 90000 Euro an Fördermitteln zu erwarten seien, die weitere Sanierung der Kanalisation (150000 bis 200000 Euro) sowie die Entwässerung in Hinterwössen und der Straßenausbau am Gries (350000 Euro). Mit Kosten von etwa 80000 Euro müsse man bei den Straßenasphaltierungen von der Leithengasse, dem Hammerergraben und der Garbmühlstraße rechnen.

Der abschließende Dank von Bürgermeister Haslreiter galt seinen Mitarbeitern und besonders allen Gemeinderäten, "für das Engagement, das Vertrauen und das überwiegend gute Klima im Gremium".

vd/Chiemgau-Zeitung

Rubriklistenbild: © ps

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