Trauergäste haben bald würdigen Abschiedsort

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Saniert und erweitert: Die Aussegnungshalle im Grassauer Friedhof soll im Frühjahr wiedergeweiht werden.

Grassau - Ein würdiger Platz für das letzte Geleit: Die Renovierung und Erweiterung der Aussegnungshalle auf dem Friedhof steht kurz vor dem Abschluss.

Die Aussegnungshalle wurde um fast das Doppelte des früheren Bestands vergrößert. Die Rundbogenfester mit den Glasbildern kommen dadurch noch besser zur Geltung. Neu ist auch der große Vorhang. Die Halle wurde so umgebaut, dass sie ebenerdig erreichbar ist und somit behindertengerecht. Auch die sanierten Toilettenanlagen sind jetzt barrierefrei. Im Anschluss an die Halle befindet sich rechts ein kleiner, beheizter Raum mit Waschgelegenheit, auch zum Umkleiden des Pfarrers und der Bestatter geeignet. Im linken Bereich sind der Kühlraum und davor ein kleiner Raum mit Holztreppe, die zum Dachboden führt. Durch die neue Dachgestaltung wurde hier ein großzügiger Materialraum geschaffen. Besonders eindrucksvoll ist aber der Vorbau mit dem langgezogenen Dach. Trauergäste können sich hier geschützt unter dem Portal aufhalten.

Bürgermeister Jantke verwies auf die schöne Gestaltung der Aussegnungshalle, die einen würdigen Eindruck bereite. Zur Innengestaltung der Aussegungshalle informierte der Rathauschef, dass auf Anregung von Pfarrer Andreas Horn der Künstler Andreas Kuhnlein gebeten wurde, eine der Örtlichkeit angemessene Skulptur zu entwerfen und diese dann an der Nordseite der Halle angebracht werden könnte. Der Marktgemeinderat werde zu gegebener Zeit über den Entwurf beraten.

Ausschlaggebend für die Sanierung, so erinnerte Planer Hans Hornberger, sei das marode Dach gewesen. Bereits vor zehn Jahren habe man die Sanierung beschlossen und immer wieder geschoben. An der Größe des Bauwerks habe sich fast nichts geändert, wohl aber an der Aufteilung. Angebaut wurde die kleine Kammer. Obwohl es so wirke, sei das Gebäude nicht höher geworden. Vorher sei die Traufhöhe sogar einen Meter niedriger gewesen. Ein großer Vorteil sei der ebenerdige Zugang. Zu den Kosten informierte Hornberger, dass die veranschlagten 190000 Euro wohl nicht reichen werden. Diese Summe beruhe auf einer Schätzung von vor fast zehn Jahren.

Der Bürgermeister erklärte, dass die akustische Anlage erneuert wurde und auch die akustische Übertragung auf dem gesamten Friedhofsgelände verbessert werde. Er erinnerte an die Gräbersegnung, bei der in den hinteren Bereichen und im neuen Friedhof die Gebete nicht gehört wurden und versprach, dass dies künftig nicht mehr der Fall sein werde.

Letztlich informierte er noch, dass die Wiederweihe der Aussegnungshalle im Frühjahr erfolgen solle, wenn auch der Brunnen gesetzt und die Skulptur vorhanden ist.

Chiemgauer Zeitung

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