Jetzt wird's kunstvoll!

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Grassau - Der Grassauer Ortskern wurde saniert und umgestaltet - jetzt bekommen die Bürger mit ausgewählten Kunstwerken noch was auf's Auge.

Lesen Sie dazu den Bericht aus der Chiemgau-Zeitung:

Würfel in Grassau noch nicht gefallen

Nach der erfolgreichen Sanierung und Umgestaltung des Grassauer Ortskerns im Abschnitt Bahnhofstraße soll nun die Einkaufspassage mit einigen aussagekräftigen Kunstwerken ergänzt werden.

Dazu trafen sich die Gemeinderatsmitglieder mit den beiden einheimischen Künstlern Linda Blüml und Carsten Lewerentz, um mögliche Standorte für die vorgestellten Kunstwerke zu sondieren.

Grassau - Der Kulturbeauftragte der Gemeinde, Fritz Seibold, wurde gebeten, sich mit heimischen Künstlern in Verbindung zu setzen und Konzepte zu erarbeiten. So stellten Linda Blüml, Grassau, und Carsten Lewerentz, Staudach-Egerndach, ihre Entwürfe dem Marktgemeinderat vor.

Carsten Lewerentz und Dritte Bürgermeisterin Christa Summerer mit seinem "Würfel"-Entwurf.

Linda Blüml warb für ihren "Durchblick" mit dem Argument, die Bahnhofstraße stelle die Hauptschlagader der Gemeinde dar, eine lebendige Straße mit Durchfahrtsbewegung. Gedacht habe sie an zwei Stelen aus Marmor. Die Künstlerin will damit einen Menschen darstellen, der sich zu entscheiden hat, ob er durch die Öffnung in der zweiten Stele sehen will und damit "Durchblick" erlange. Als Standort machte sich die Künstlerin für einen Platz vor der Sparkasse stark. Den einst angedachten Standort vor der Eisdiele halte sie aufgrund der Enge für problematisch. Auch sei dieser durch Fahrräder, Werbung und Autostellplätze sehr unruhig.

Aber genau für diesen Standort, mit den Sitzbänken dem ruhigsten in der Straße, hatte auch Lewerentz seine Entwürfe gestaltet. Als Symbol für Handel, die Märkte in Grassau und das Einkaufen schlechthin stellte er eine etwa einen Meter hohe Stoffeinkaufstasche als Bronzeskulptur im Entwurf vor. Eine Alternative zu dieser "Bronzetasche" wäre ein Würfel im Ausmaß von 50 mal 50 Zentimetern, auch aus Bronze. Der Würfel stehe symbolhaft für viele Überlegungen, für Glücksmomente, für Zufall und Schicksal. Sein Titel: "Gefallen". Nach dem Motto: "Die Würfel sind gefallen."

Bürgermeister Rudi Jantke berichtete, dass bereits bei einer Vorbesprechung mit den Fraktionsvorsitzenden die künstlerischen Konzepte positiv aufgenommen worden seien. Schwierig sei nur, dass beide Künstler denselben Standort favorisieren. In der Aussprache wurden verschiedene Bereiche als mögliche Standorte diskutiert.

Die Entscheidung darüber wollte Xaver Schreiner (SPD) jedoch noch nicht treffen, zumal hier die Meinung der Künstler für ihn wichtig sei. Vielmehr sollte die Bahnhofstraße nach möglichen Standorten noch einmal abgegangen werden. Hans Hornberger (SPD) meinte, man solle die Künstler entscheiden lassen. Weil kein Zeitdruck vorliege, so Jantke, sollen nun die beiden Künstler in Abstimmung mit dem Kulturbeauftragten Seibold einen geeigneten Standort für das jeweilige Werk finden. Zudem biete sich die Gelegenheit, den Agenda-Arbeitskreis Kunst noch um eine Stellungnahme zu bitten. Dieser Meinung schloss sich der Marktgemeinderat einhellig an.

tb/Chiemgau-Zeitung

Rubriklistenbild: © dpa

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