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Kampfflugzeug bei Madrid abgestürzt

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Der Zukunft auf der Spur

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Bürgermeister Loferer überreichte an den Vorsitzenden der Dorferneuerungsverfahren Peter Oster (links), Amt für Ländliche Entwicklung München, ein Bild von Schleching.

Schleching - In der Bürgerversammlung hielt der Vorstandsvorsitzende Peter Oster Rückblick und Vorausschau auf die Dorferneuerungsverfahren.

Die neue Regionalmanagerin im Ökomodell Achental Karin Heinrich berichtete über den Projektstand der "Integrierten ländlichen Entwicklung", das Interreg IV-Programm "Moorallianz in den Alpen" und das Interreg-Projekt "Alpstar - Klimaneutraler Alpenraum bis 2050".

Die Dorferneuerung Schleching wurde im September mit einem großen Fest mit der Weihe eines Gedenksteines abgeschlossen, erinnerte Oster in seinem Bericht. Als letzte Baumaßnahme wurde jetzt der Landerhausener Weg asphaltiert. In Ettenhausen ist noch eine Bestandsvermessung im Rahmen der Bodenordnung vorgesehen. Hierfür werden noch Helfer gesucht, die sich bei der Gemeinde melden möchten. Der öffentliche Platz in Ettenhausen erhielt eine Bepflanzung. Die Patenschaften für die Pflanzungen in der Gemeinde haben sich bewährt, so Oster. Weitere Paten sind erwünscht. An der privaten Pflanzaktion haben sich fünf Eigentümer beteiligt. Für die "Aktion mehr Grün" liegen zwei Anträge vor. Inzwischen wurden 61 Hoftafeln gefertigt und ausgehändigt. Derzeit werden noch Hinweisschilder für historische und bemerkenswerte Objekte erstellt. 2012 wäre für die Arbeiten am Bürgerhaus noch eine Förderung möglich, was jedoch von der finanziellen Beteiligung der Gemeinde abhänge.

In Raiten wurde 2011 die Buskehre fertiggestellt und der Flurbereinigungsplan an die Eigentümer bekannt gegeben. Außerdem wurden die im Grundbuch eingetragenen Rechte behandelt. Von den über 200 bearbeiteten Neuordnungen in der Flur gab es nur einen Widerspruch, der noch behandelt werde. 2012 werden nach der Trachtenwallfahrt des Chiemgau-Alpenverbandes die Baumaßnahmen der Dorferneuerung Raiten mit dem Ausbau des Kirchweges starten. Wegen des felsigen Geländes sei die Entwässerung schwierig. Im nächsten Schritt soll der Dorfplatz von der Hammerschmiede einschließlich des Parkplatzes neu gestaltet werden. Das alte Feuerwehrhaus neben dem Parkplatz, für das es keine sinnvolle Nutzung mehr gibt und das im Hochwasserbereich steht, werde abgerissen. Damit wird der Parkplatzbereich vergrößert. Außerdem werde das Wassertretbecken saniert. Die Bodenordnung im Dorf Raiten startet nach den Baumaßnahmen. Die Pläne für Maßnahmen Raiten hingen zur Einsicht aus.

Oster hob die Zustimmung des Amtes für Ländliche Entwicklung zur Förderung der Studie zur Nahversorgung hervor. "Fußläufig" einzukaufen, sei gerade bei der überdurchschnittlich hohen Altersstruktur von Schleching (im Vergleich mit Bund, Land und Landkreis) wichtig.

Das Bayerische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten hat Schleching als bayerischen Vertreter beim Europäischen Dorferneuerungspreis 2012 mit dem Titel "Der Zukunft auf der Spur" vorgeschlagen. Das erfordere, dass sich Schleching besonders herausputze, so Oster. Zur Bewertung werde eine Kommission anreisen.

Über das Projekt "Integrierte ländliche Entwicklung (ILE) im Achental" des "Ökomodell Achental" mit den Bereichen Tourismus, Landwirtschaft, Energie, Innenentwicklung und Gewerbe sowie Sozialstruktur, berichtete Karin Heinrich. Nach dem Wiedereintritt von Marquartstein und dem Neueintritt von Reit im Winkl gehören jetzt neun Gemeinden zum "Ökomodell Achental". Inzwischen sind die Prioritäten der Maßnahmen festgelegt. Derzeit werden sie mit dem Amt für Ländliche Entwicklung Oberbayern abgestimmt. Der Schwerpunkt liegt im Bereich "Tourismus". Hier werde das Profil weiter verfeinert, um die Region noch wertvoller zu machen. Das "Soziale Netzwerk Achental" werde bereits umgesetzt. Über die Angebote für Jugend, Senioren und Vereine wurden Listen erstellt, die in Kürze im Internet auf der gemeindlichen Seite und auf der Seite des Ökomodells zu finden sind.

Das Interreg IV-Programm "Moorallianz in den Alpen" läuft noch bis 2012. 2011 wurde vier Moorführer ausgebildet. Über die Moor-Projektgebiete der jeweils sechs bayerischen und österreichischen Partner gibt es eine DVD, die ausgeliehen werden kann.

Zu den Hauptaufgaben der Regionalmanagerin Heinrich gehört das Interreg-Projekt "Alpstar - Klimaneutraler Alpenraum bis 2050", das mit 12 Projektpartnern über den gesamten Alpenraum bis Februar 2014 läuft. Ziele von "Alpstar" sind die Erarbeitung und Umsetzung verschiedener Maßnahmen zur Verminderung des Klimawandels, wie die Reduzierung des Energieverbrauchs, die Steigerung der Energie-Effizienz und der Ausbau Erneuerbarer Energien. Bewährte "Best-Practice"-Beispiele sollen über die gesamte Alpenregion verkettet und übertragen werden. Das Achental ist deutsche Pilotregion mit Maßnahmen in den Bereichen Gebäudesanierung, Energie, Tourismus, Direktvermarktung und Umweltbildung. Die "Halbzeit-Konferenz 2013" organisiert das Ökomodell Achental.

Bürgermeister Josef Loferer dankte Karin Heinrich und Peter Oster für die kooperative Zusammenarbeit. Wie bereits bei der Abschlussveranstaltung der Dorferneuerung Schleching angekündigt, überreichte Loferer ein Bild des Schlechinger Malers Horst Blachian an Oster für dessen enormen Einsatz.

bre/Chiemgau-Zeitung

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