Ökomodell Achental bekommt Verstärkung

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Achental - 220 Mitglieder umfasst das Ökomodell Achental. Dem Verein beigetreten sind nun auch zwei Gemeinden: Marquartstein und Reit im Winkl.

Marquartstein sei demnach wichtig als Schulstandort und Reit im Winkl die erste Adresse in Sachen Tourismus im Achental.

Im Rahmen der Neuwahlen im Gasthof "Zum Ott" in Staudach-Egerndach verzichtete Irlacher auf eine erneute Kandidatur. Sein Nachfolger ist Schlechings Bürgermeister Josef Loferer.

In seinem Rückblick auf das vergangene Jahr sagte Irlacher, dass die Intergrierte Ländliche Entwicklung (ILE) eine Fortsetzung erfahren habe. Maßnahmen seien "priorisiert" und mit dem Amt für ländliche Entwicklung abgestimmt worden. Schwerpunkt werde nun der Tourismus sein, so Irlacher. Das Projekt "Soziales Netzwerk Achental" sei bereits in der Umsetzung.

Zudem wurde die Direktvermarkter-Broschüre überarbeitet und im Rahmen der Umweltbildung das Angebot an Schulen, Kindergärten und Gruppen ausgeweitet und Treffen mit den Netzwerken "Umweltbildung Chiemgau und Achental" organisiert. Gearbeitet wurde an einer Intensivierung der Zusammenarbeit mit den Werbegemeinschaften "Urlaubswelt Chiemgau" und "6 am Chiemsee" sowie am Radwegenetz.

Gebietsbetreuerin war bislang Claudia Irlacher. Aus persönlichen Gründen hat sie die Gebietsbetreuung abgegeben. Fritz Irlacher lobte ihr Engagement. Er teilte mit, dass die Stelle neu ausgeschrieben worden sei.

"Skibergsteigen umweltfreundlich am Geigelstein" konnte in Zusammenarbeit mit dem DAV verwirklicht werden. Gefeiert wurde zudem das Jubiläum "20 Jahre Naturschutzgebiet Geigelstein". Im Rahmen des "Interreg IV Programmes" sei, so der Vorsitzende, der Moorlehrpfad in der Kendlmühlfilzen entstanden und Moorführer hätten ausgebildet werden können.

Was die neuen Zielsetzungen betrifft: Das Ökomodell plant eine Überarbeitung des Internet-Auftritts sowie Aktivitäten zum internationalen Jahr der nachhaltigen Energie sowie weitere Maßnahmen im Rahmen des "Alpstar-", des ILE- und des "Moorallianzprojekts" sowie der Gebietsbetreuung.

Seit August arbeitet auch Karin Heinrich im Ökomodell als Regionalmanagerin mit und ist verantwortlich für das "Alpstar-Projekt". Dieses Programm läuf bis 2014 mit dem Ziel einer umweltverträglichen Entwicklung der Gemeindenetzwerke. Das Achental sei die einzige deutsche Region unter insgesamt zwölf Partnern, so Irlacher. In den Bereichen Gebäudesanierung, Energie, Tourismus, Direktvermarktung und Umweltbildung sollen seinen Angaben zufolge Maßnahmen erfolgen, um sich an den Klimawandel anzupassen, den Energieverbrauch zu senken und die Energieeffizienz zu steigen.

Die Arbeit der Achental Betriebs- und Entwicklungs GmbH stand im Fokus des Geschäftsführerberichts von Wolfgang Wimmer. Bereits umgesetzt worden sei der Biomassehof. Im Rahmen der Planung und Verwirklichung von Fernwärmenetzen sowie bei der Modernisierung bestehender Wasserkraftanlagen stehe das Ökomodell mit Rat und Tat zur Seite. Der Verein versuche auch, die solare Nutzung auf Dachflächen zu verstärken. Das größte Energiepotenzial, so Wimmer, habe die Ökowasserkraft. Zurzeit werde eine Machbarkeitsstudie mit der Universität Innsbruck für ein Fließwasserkraftwerk in der Tiroler Ache erarbeitet. Dieses Thema werde, wie Wimmer betonte, gemeinsam mit Bevölkerung und Initiativen angegangen.

Die Entwicklung am Biomassehof bezeichnete er als erfreulich und sprach von Zuwächsen von 40 Prozent und einem Umsatz von nun drei Millionen Euro. Zehn Personen seien beschäftigt. Nun werde an der Realisierung eines Fernwärmenetzes in Grabenstätt gearbeitet. Eine Investition von 1,6 Millionen Euro stehen seinen Angaben zufolge im Raum.

Der Schatzmeister des Vereins, Unterwössens Bürgermeister Hans Haslreiter, konnte die positiven Aussagen mit Zahlen belegen. 130000 Euro an Einnahmen stehen im Geschäftsjahr 2010 seinen Angaben zufolge 103800 Ausgaben gegenüber und so verbleibt ein Ergebnis von knapp 27000 Euro im Bereich des Ökomodells e.V. Auch die GmbH habe gut gearbeitet und ein Plus von 2200 Euro erwirtschaftet.

tb

Rubriklistenbild: © dpa

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