1050 Jahre Grabenstätt

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Die Vorbereitungen für das große Fest laufen schon seit geraumer Zeit auf Hochtouren: Franz Wiesholler und die "Austragler" "Egger Liese" und "Meisl Sepp" (von links) haben wie anno dazumal Weizen gemäht, der nun auf dem Fest - wie früher - gedroschen wird.

Grabenstätt - "Auf geht's zur Dorfkirchweih" in Grabenstätt: Diesem Aufruf der 13 Ortsvereine und der Gemeinde lohnt es sich zu folgen. Der Ort begibt sich am Samstag, 17., und Sonntag, 18. Oktober, auf eine Zeitreise zurück in frühere Jahrhunderte. Den Anlass gibt das Jubiläum "1050 Jahre Grabenstätt".

Der Ort begibt sich am Samstag, 17., und Sonntag, 18. Oktober, auf eine Zeitreise zurück in frühere Jahrhunderte. Den Anlass gibt das Jubiläum "1050 Jahre Grabenstätt".

Seine erste Erwähnung fand der Ort in einer Urkunde von König Otto I.: Am 8. Juni 959 schenkte er den "Locus Grabanastat" mit seinem Umgriff, der über Ruhpolding bis an den Waginger See ging, mit allem Inventar und mit seinen Bewohnern an den Erzbischof von Salzburg.

Gefeiert wird das Ereignis mit einem traditionellen Kirchweihmarkt. "Wia in da guadn oidn Zeit" lautet das Motto - und hierfür haben sich die Organisatoren um Festleiter Franz Wiesholler viel einfallen lassen. Plisseerockmacher, Gamsbartbinder, Holzschuhmacher, Deichlbohrer, Goaßl- und Messermacher sind nur einige der über 40 Handwerker, die frühere Arbeitsvorgänge zeigen. Verrichtungen wie ehedem, zum Beispiel Sensendengeln, Krauteinhobeln und Dreschen mit Dreschflegeln erinnern an vergangene Zeiten. Rossfuhrwerke und Kutschen, alte bäuerliche Gerätschaften und eine historische Feuerwehrübung sind zu bestaunen.

Für Kurzweil unter Kindern sorgten unter anderem das "Millibitschnschiabn", die alte Holzkegelbahn, der Kracherlstand und die Kirtahutschn. Musikgruppen, Goaßlschnalzer, die Aktiven des Trachtenvereins und die Historischen des Trachtenvereins Traunstein, um nur einige der Mitwirkenden zu nennen, bestreiten das große Rahmenprogramm. Historische Schmankerl, Steckerlfisch, "Auszogne", Schmalznudeln und das extra gebraute Jubiläumsbier erinnern kulinarisch an frühere Zeiten.

Eingeleitet wird die Festivität am Samstag, 17. Oktober, um 19 Uhr im Gasthaus "Grabenstätter Hof". Dort gibt es einen unterhaltsamen, historischen Vortrag von und mit Ortsheimatpfleger Gustl Lex. Untermalt wird der Vortrag mit "lebenden Bildern" vom Theaterverein Grabenstätt, mittelalterlicher Musik der Gruppe "Camerata Burgensis" aus Burghausen und der Bläsergruppe Grabenstätt. Am Sonntag, 18. Oktober, beginnt der Festgottesdienst um 9 Uhr, bei schönem Wetter im Schlosshof, ansonsten in der Pfarrkirche, bevor sich Besucher und Einheimische in die "guade oide Zeit" begeben.

kem/Chiemgau-Zeitung

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