Chiemsee: 2011 zum Teil ein "Trauerspiel"

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Der Christkindlmarkt auf der Fraueninsel war 2011 besser besucht als 2010. Schlange standen die Besucher auf dem Steg und warteten auf die Schiffe, die sie wieder zum Festland zurückbrachten.

Fraueninsel - Zum Teil als ein "Trauerspiel" bezeichnete Georg Huber, der Bürgermeiser der Gemeinde Chiemsee, das Jahr 2011 in der letzten Sitzung vor Silvester.

Mit Blick auf die gemeindlichen Maßnahmen sagte er, dass der Bau des öffentlichen Weststeges leider nicht begonnen habe und die energetische Sanierung des Gemeindehauses im Rahmen des Kunjunkturpaketes noch nicht endgültig fertiggestellt worden sei. Einen Zuwachs von über drei Prozent auf 50466 Besucher hat man auf dem Christkindlmarkt verzeichnet.

 Wegen seines längeren Krankenhausaufenthaltes bat der Bürgermeister um Verständnis, dass er einige Tagesordnungspunkte nicht so vorbereiten habe können wie sonst üblich. Zum Weststeg sagte Huber, dass die beauftragte Fachfirma jetzt mit dem Bau am 15. März beginnen wolle. Wie berichtet, drang der Gemeinderat noch auf einen Bau im vergangenen Jahr, was aber von dem Unternehmen nicht akzeptiert worden war.

Der Bürgermeister wies darauf hin, dass derzeit auf der Westseite kein öffentlicher Steg mehr bestehe. Der marode Anlegesteg vor dem Inselwirt sei bereits abgerissen worden. Stefan Baumann (FW) erwähnte dazu, dass die Stützmauer auf der Insel am geplanten Schwimmstegende noch vor der Montage der neuen Steganlage saniert werden solle. Der Bürgermeister will sich baldmöglichst um eine Sanierungsmöglichkeit kümmern, so seine Antwort.

Zum Thema der energetischen Sanierung des Gemeindehauses, die bereits im April 2009 begonnen hatte, erklärte Huber, dass die Zusammenarbeit mit dem Architekten als sehr schwierig anzusehen sei. Wie bekannt, ist im Zusammenhang mit der Fertigstellung mit dem Architekten ein Rechtsstreit im Gange. Der Bürgermeister informierte, dass einige Maßnahmen daher in Eigenregie in Rücksprache mit dem Rechtsanwalt der Gemeinde in Auftrag gegeben worden seien.

"Wir machen es selber", sagte Huber. Über ein Jahr liege die Baustelle jetzt brach - "und es ist nichts passiert". Zwischenzeitlich sei die Schindlfassade mit Kosten von rund 2200 Euro repariert und geändert worden. Ebenso sei die Außenanlage am Gemeindehaus durch eine Gartenbaufirma mit Kosten von 2800 Euro umgestaltet worden. Die noch ausstehende Heizung für das Gebäude werde jetzt im nächsten Schritt instandgesetzt. Die Fachfirma habe ihm einen Termin für die Inbetriebnahme der Wärmepumpe für 10. Januar zugesagt.

Der Gemeinderat genehmigte der Priener Tourismusgesellschaft (PTG) als Veranstalter des Christkindlmarktes einen Zuschuss in Höhe von 1500 Euro für die Werbung. Der Flyer für den Markt solle schon frühzeitig, Mitte des Jahres, zur Verfügung stehen - was laut Huber eigentlich bereits immer schon der Fall gewesen war.

Mehr Besucher auf Christkindlmarkt

Das Gremium diskutierte das Für und Wider des Christkindlmarktes auf der Fraueninsel. Bürgermeister Huber sagte, dass die Meinungen nach wie vor auseinandergingen. Ein Teil der Insulaner hätten daran ihren Spaß, andere hielten die sechs Tage des Marktes einfach stillschweigend aus und die restliche Gruppe opponiere aktiv dagegen.

Das Gefühl, das offensichtlich viele hatten, trügte sie: Sie waren der Meinung gewesen, der Christkindlmarkt auf der Fraueninsel 2011 hätte weniger Besucher aufzuweisen als 2010. Es waren aber tatsächlich 3,26 Prozent mehr, wie der Seniorchef der Chiemseeschifffahrt, Ludwig Feßler, auf Anfrage der Chiemgau-Zeitung mitteilte. Die Besucherzahlen hätten sich von 48867 (2010) auf 50466 (2011) erhöht. Allerdings wies Feßler auf die Tatsache hin, dass sich die Zahl der Besucher gegenüber 2009, dem Jahr mit dem bisher höchsten Aufkommen von 56000, um 9,9 Prozent verringert habe. Feßler erwähnte auch noch die Aufteilung der Besucher, die von Prien-Stock und von Gstadt auf die Fraueninsel übersetzten. So seien es von Stock 55 und von Gstadt 45 Prozent aller Besucher gewesen, die den Christkindlmarkt ansteuerten.

th/Chiemgau-Zeitung

Zurück zur Übersicht: Chiemsee

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser