32.000 Scheine ausbezahlt

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Die neue, verkleinerte Vorstandsmannschaft des "Chiemgauer"-Vereins: Klaus Kopp , Stellvertreterin Elisabeth Koch, Schriftführer Matthias Leippe , Schatzmeisterin Sabine Licht, Vorstand Christian Gelleri, Stellvertreter Christophe Levannier und Peter Fochler (von links).

Prien - Eine neue und verkleinerte Vorstandschaft will den "Chiemgauer", Deutschlands nach eigenen Angaben erfolgreichste Regionalwährung, im Bereich Bildung und Forschung weiterentwickeln.

Für 2010 plant der Verein einen Regionalgeld-Kongress in Traunstein. Seit der letzten Hauptversammlung ist der "Chiemgauer e.V." um 379 Mitglieder gewachsen. "Wir haben gut zugelegt". Das war das Fazit von Christian Gelleri, der als Vorsitzender den Verein in sein siebtes Jahr führt, bei der Versammlung im Hotel "Bayerischer Hof" in Prien. Die geförderten Vereine hätten ein "äußerst lukratives Jahr" verzeichnet, denn 31975 "Chiemgauer" seien ausbezahlt worden. Dies sei auch möglich gewesen, weil die St.-Leonhards-Quelle mit 10000 "Chiemgauern" die in einem definierten Zeitraum erreichte Fördersumme auf sechs Prozent verdoppelt habe.

Ein "Chiemgauer" entspricht dem Wert eines Euro. Die Vereine erhalten drei Prozent, wenn Verbraucher bei Ausgabestellen "Chiemgauer" zum Einkaufen abheben. Der Verein kann mittlerweile auf ein Netzwerk von 620 teilnehmenden Unternehmen, 195 geförderten Vereinen und 42 Ausgabestellen in den Landkreisen Rosenheim und Traunstein verweisen. In der Versammlung verkleinerten die Mitglieder den Vorstand von zehn auf sieben Personen. Alle Ämter, bis auf das des Vorsitzenden Gelleri, wurden neu besetzt und Ressorts zusammengefasst. Einstimmig gewählt wurden die Stellvertreter Elisabeth Koch und Christophe Levannier. Das Amt des Schriftführers hat Matthias Leippe inne, das der Schatzmeisterin Sabine Licht. Die Regionalgruppen werden durch Klaus Kopp und Peter Fochler vertreten. Die umfassende Umstrukturierung schließt die Trennung der Aufgaben zwischen dem "Chiemgauer"-Verein und der vor einem Jahr gegründeten Sozialgenossenschaft "Regios" ab. Während der Verein sich um die ideellen Belange kümmert, sorgt die Genossenschaft für die wirtschaftliche Abwicklung.

Mit einer Kollektion von Regionalgeld-Gutscheinen aus ganz Deutschland bedankte sich Gelleri bei den vier ausscheidenden Vorständen Gerd Waizmann (Strategieressort), Thomas Wittich (Technik), Marc Berghaus (Bildung und Kongresse) sowie Achim Kraus (Schriftführer). In seinem Bericht verwies Gelleri auf die prägenden Faktoren des Vereinsjahrs. Er nannte vor allem die gemeinsame Forschungsstudie mit der Klimawerkstatt der Technischen Universität (TU) München. Einstimmig beschlossen wurde, dass der "Chiemgauer"-Gutschein künftig zwei Jahre gilt. Damit sollen Druckkosten sowie der Aufwand beim Verteilen der Scheine halbiert und Umweltbelastungen reduziert werden.

Marc Berghaus präsentierte die neue Kollektion für die Jahre 2010 und 2011, auf der Kreisläufe mit grafischen Elementen dargestellt werden. Insgesamt gibt es elf Motive von Biene/Honig, über Erdbeere/Marmelade bis hin zu Getreide/Brot. Unverändert verhindern 14 Merkmale, dass die beliebten Gutscheine gefälscht werden können, was noch nie geschehen ist. Der Vorsitzende kündigte an, dass der Verein die Aktivitäten in Bewusstseinsbildung und Forschung verstärken wolle. Den Anfang soll ein Regiogeld-Kongress im Oktober 2010 in Traunstein machen.

re/Chiemgau-Zeitung

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