5000 Euro - nächstes leeres Versprechen

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(Symbolbild)

Rosenheim/Landkreis - Kaffeefahrt-Abzocke hat wieder Konjunktur: Jedes Jahr, wenn der Frühling kommt, entfalten auch die leeren Gewinnversprechen von dubiosen Geschäftemachern ihre volle Blüte.

Tausende "Gewinner" fanden in den vergangenen Tagen in ihren Briefkästen Benachrichtigungen, die ihnen Beträge von bis zu 5000 Euro "garantieren". Hinter den Busreisen zu den Gewinnübergaben verbirgt sich aber nichts anderes als die bekannte Kaffeefahrt-Abzocke, vor der das Oberbayerische Volksblatt seit Jahren warnt.

Der Bericht über den neuesten Trick beim Ausflugsschwindel eines "Finanzdienstleisters" aus Berlin, der angeblich für die Opfer leerer Gewinnversprechen 1000 Euro "erkämpft" hat und ihnen das ihnen zustehende Geld nachträglich auszahlen will, löste ein großes Echo bei den OVB-Lesern aus. Viele hatten die Mitteilung bekommen. Sie lassen jetzt die Finger von der Teilnahme und bleiben Anfang Mai - da sollte es zur Gewinnverteilung zum Starnberger See gehen - lieber daheim.

Geschickt geht auch eine weitere Briefkastenfirma vor, die ihr Postfach im niedersächsischen Stuhr hat. "Letzter Zustellversuch" und "Eilsendung-Erinnerung" steht über der Mitteilung über den angeblichen 5000-Euro-Gewinn, der jetzt vielen Lesern ins Haus flatterte. Zusätzlich zum Bargeld lockt das Unternehmen mit "Gratis-Draufgaben" wie einem Flachbildfernseher, Navigationssystemen oder Digital-Camcordern, die im Laufe eines "wunderschönen Tagesprogramms" verteilt werden. In Wahrheit geht es erneut nur darum, dass geschulte Verkaufprofis den Ausflüglern das Geld aus der Tasche ziehen. "Alles erlogen", warnen Opfer im Internet. "Es wurden und werden keine Gewinne ausgezahlt."

ls/Oberbayerisches Volksblatt

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