Tempolimit auf A8 durchgefallen

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Übersee - Den Antrag von Gemeinderat Stefanutti, auf der A8 ein Tempolimit einzuführen, hat der Gemeinderat abgelehnt - wegen eines Formfehlers!

Mit zehn zu fünf Stimmen abgelehnt hat der Überseer Gemeinderat in der vergangenen Sitzung den Antrag von Gemeinderat Anton Stefanutti (Bündnis 90/Die Grünen), auf der A8-Autobahn im Gemeindebereich Übersee die Geschwindigkeit auf 120 Stundenkilometer zu begrenzen. Die Ablehnungsgründe waren eher formeller Natur, weil kleine, aber wesentliche Passagen im Antrag für Übersee nicht passten.

Stefanutti hatte den Antrag damit begründet, dass eine Begrenzung der Geschwindigkeit gleichbedeutend sei mit Lärmschutz, Umweltentlastung, mehr Sicherheit und einer Verbesserung des Verkehrsflusses. "Es ist beabsichtigt, dass viele Autobahn- Anlieger-Gemeinden diesen Antrag stellen, damit auf der gesamten Autobahn Rosenheim-Salzburg ein Tempolimit erreicht wird", so Stefanutti.

Die meisten Gemeinderäte signalisierten durchaus Zustimmung in der Sache. Allerdings monierte Bürgermeister Marc Nitschke, dass die Antragsbegründung nicht den Realitäten entspricht, weil von einer "standstreifenlosen" Autobahn im entsprechenden Streckenabschnitt die Rede ist. Übersee habe aber bereits seit 15 Jahren einen Standstreifen. So sah es auch Klaus Stöger (CSU). Er bewertete den Antrag als Pauschalantrag für viele Gemeinden, der aber für Übersee nicht stimme.

Paul Reichl (CSU) schlug Stefanutti vor, den Antrag nochmals auf die spezifische Situation in Übersee hin zu überarbeiten und dann nochmals vorzulegen.

In der nächsten Sitzung am kommenden Donnerstag, 28. März, steht Stefanuttis überarbeiteter Antrag nun nochmals zur Diskussion.

vd/Chiemgau-Zeitung

Rubriklistenbild: © pa

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