Abschied eines Pfarrers

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Zum Abschied stellte sich Pfarrer Stanislaw Grzesik mit Prälat Dr. Lothar Waldmüller (hinten von rechts) mit seiner großen Schar von Ministranten, die ihm besonders ans Herz gewachsen waren, zum Gruppenbild.

Rimsting - Nach zehn Jahren seelsorgerischer Tätigkeit in der Pfarrei St. Nikolaus nahm Pfarrer Stanislaw Grzesik gestern mit einem feierlichen Gottesdienst Abschied von seiner Gemeinde. Rimsting wird von morgen an in den Pfarrverband Prien integriert.

Grzesik übernimmt eine neue Tätigkeit im Münchner Pfarrverband Westend. Genau nach 100 Jahren, am 1. September, hat Rimsting jetzt keinen eigenen Seelsorger mehr.

In seinem Abschiedsworten am Ende des gut besuchten Gottesdienstes wünschte Grzesik den Gläubigen auch in Zukunft eine gut funktionierende Gemeinschaft und einen Zusammenhalt. Er werde weiter mit der Pfarrei durch Gebet verbunden bleiben, versprach der Geistliche. Seine seelsorgerliche Tätigkeit mit den verschiedenen Gruppen der Pfarrei habe ihm viel Freude bereitet, wenn er auch nicht "alle Steine" aus dem Wege habe räumen können. Herzlich bedankte er sich bei den Gremien und vielen ehrenamtlichen Helfern für die ausgezeichnete Mitarbeit: "Es ist viel Gutes geleistet worden."

Pfarrgemeinderatsvorsitzender Karl Lindner nahm mit bewegten Worten Abschied von einem Pfarrer, der stets treu und mit großem Eifer seinen priesterlichen Dienst geleistet habe. Die Pfarrei sei ihm zu großem Dank verpflichtet. Linder erinnerte an die vielfältigen baulichen Aufgaben in Grzesiks Amtszeit - wie Innenrenovierung der Kirche und Bau des Pfarrheimes. Durch die Liturgiereform sei ein neuer Altar erforderlich geworden. In den Jahren 2007 bis 2009 sei die Außenrenovierung mit neuem Dach erfolgt.

Voraussetzung sei jedoch vorher die schwierige Sanierung des Geläutes gewesen. "Unsere Kirche strahlt jetzt wieder im neuen Glanz", machte Lindner deutlich. Dem großen Blumenfreund werde die Neugestaltung des Außenbereiches der Kirche mit erst kürzlicher Rosenbepflanzung jetzt zu seinem Weggang noch viel Freude bereitet haben, erwähnte Lindner.

Für seine neue Aufgabe in München wurde dem Geistlichen viel Kraft, eine glückliche Hand und Gottes reicher Segen gewünscht. Als Geschenk der Gemeinde überreichte Lindner ein vom Rimstinger Maler Josef Hofmeyer senior gemaltes Gemälde mit einer Rimstinger Ortsansicht. Auch Bürgermeister Josef Mayer sagte ihm für seine seelsorgerlichen und baulichen Leistungen in den zehn Jahren ein herzliches "Vergelts Gott". Damit er Rimsting nicht vergesse, gab es vom Bürgermeister eine Kopie des Gemäldes von Peter von Heß mit Blick von der Ludwigshöhe.

Prälat Dr. Lothar Waldmüller, der Grzesik im Urlaub vertrat, dankte dem scheidenden Pfarrer im Namen der Bischofsleitung für dessen treue Dienste für die Pfarrei Rimsting.

Lindner ging noch auf die Neuordnung mit dem Pfarrverband Prien ab 1. September ein und erinnerte, dass Rimsting genau zu diesem Datum nach 100 Jahren jetzt keinen eigenen Seelsorger mehr habe. Die Gemeinde sei von 1908 bis 1946 eine Expositur mit einem eigenen Priester und ab 1946 eigenständige Pfarrei gewesen.

th/Chiemgau-Zeitung

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