Neue Fernbus-Linie durch das südliche Chiemgau

"Mit dem Fernbus von Aschau nach Aachen"

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Neue Fernbuslinie verbindet das Chiemgau mit München und ganz Deutschland
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Aschau im Chiemgau - Mit einer feierlichen Enthüllung der neuen Fahrpläne samt eigenem "Bankerl" wurde die neue Fernbuslinie von München ins Chiemgau am Montag eingeweiht.

"Vor Aschau steht in unserer Liste der Orte, die wir anfahren, nur noch Aachen", schmunzelt der Geschäftsführer der Deutsche Post Mobility GmbH, Marc Fleischhauer anlässlich derEinweihung der neuen Haltestelle am Bahnhof in der Gemeinde am Montag. Zahlreiche Interessierte verfolgten die Feier, die vom 2. Bürgermeister, Max Pfaffinger, und dem Leiter der Tourist Info des Ortes unter der Kampenwand, Herbert Reiter, vollzogen wurde. Für den musikalischen Rahmen zeigten sich die "Stoaling Buam" verantwortlich.

Von Aschau nach Aachen

Um auch den touristisch sehr ansprechenden Süden Bayerns gezielt ansteuern zu können, entschied man sich, die vorhandenen Postbus-Linie Aachen-Rosenheim bis ins Chiemgau zu erweitern, so der Geschäftsführer des Unternehmens, Marc Fleischhauer. "Da war Aschau nach dem Gewinn des Tourismus-Preises die logische Schlußfolgerung", erklärt Fleischhauer. Das Unternehmen bietet ab dem 15. August täglich außer montags eine neue Linie von Prien, Bernau und Aschau über Rosenheim, München, Augsburg, Stuttgart, Karlsruhe, Frankfurt und Köln bis nach Aachen an. Die Reisebusse verlassen dabei um 8.50 Uhr Prien, eine viertel Stunde später Bernau und um 9.20 Uhr Aschau. Nach Rosenheim fährt die Linie eine halbe Stunde, die Landeshauptstadt wird bereits um 11 Uhr erreicht.  Der Fahrpreis liegt dabei unter dem der Bahn. Die Endstation in Aachen wird 22.15 Uhr erreicht. Den Rückweg nach Bernau können die Fahrgäste dann schließlich täglich außer Sonntag antreten. Der 50-Sitzer rollt pünktlich um 6.50 Uhr in Nordrhein Westfalen los, hält an den ausgewiesenen zehn Zwischenstationen bis er um 19.10 Uhr Rosenheim, um 19.35 Uhr Aschau, gegen 19.50 Uhr Bernau und schließlich um fünf nach acht in Prien hält.

"Wir haben natürlich Tourismus-Strom-Analysen begutachtet, hoffen aber gleichzeitig auf eine künftige Weiterentwicklung in der Zusammenarbeit mit der Gemeinde", erklärt Marc Fleischhauer über die Entscheidung, das Chiemgau in das Netz der Fernbusse einzugliedern. Abhängig von der Resonanz der Nutzer plant der Busbetreiber sogar, die bisher nur für den Sommerbetrieb ausgelegte Linie, auch in der kalten Jahreszeit zu betreiben. Eine ständige Abstimmung mit den Verantwortlichen, ein Konzept des "Transports von Haustür daheim zur Haustür im Urlaub" und eine mögliche Erweiterung in Richtung der Wintersportorte entlang der Alpen, gelte es nun zu planen und genau zu analysieren, so Fleischhacker.

Fernbus oder Zug?

Im Unterschied zur Bahn und aufgrund der begrenzten Kapazitäten an Bord der Reisebusse, kann jeder Fahrgast nur ein Gepäckstück und ein Handgepäck kostenlos mit auf Reisen nehmen. Der zweite Koffer kostet für Nicht-ADAC-Mitglieder Aufpreis, maximal dürfen drei Koffer eingeladen werden. In jedem Bus des Anbieters ist kostenloses WLAN und eine Reihe an elektronischen Unterhaltungsmöglichkeiten verfügbar. Die Fahrpreise sind im Vergleich zur Schiene günstiger. Bis München zahlt der Reisende 5 Euro, Langstrecken schlagen mit Tarifen ab 20 Euro zu Buche. Bei der Bahn zahlen die Reisenden zum Vergleich 19 Euro bis München und ab 99 Euro im Spartarif nach Aachen. Die Reisezeit im Bus beträgt auf der Strecke von Aschau nach Aachen etwas über zwölf Stunden. Auf der Schiene verbringt der Fahrgast auf derselben Strecke durchschnittlich 4 Stunden weniger.

Bilder von der Einweihung der Fernbus-Haltestelle

Bilder von der Einweihung am Bahnhof

Der Leiter der Tourist Info in Aschau, Herbert Reiter, nutzte die Gelegenheit, um den neuen "Bankerl"-Film der Gemeinde zu präsentieren. Die Anwesenden konnten so gleichzeitig in den Fernbussen Probe sitzen und die Multimedia-Ausrüstung der Fahrzeuge ausprobieren. Passend dazu enthüllte Reiter zusammen mit Marc Fleischhauer, dem 2. Bürgermeiter der Gemeinde Aschau, Max Pfaffinger, und Ulli Nowak, dem Tourismus-Vorstand des ADAC Südbayern e.V. ein neues "Bankerl", das dem Erscheinungsbild der Busse angepasst ist, direkt an der Haltestelle der neuen Linie am Bahnhof.

Der ADAC Postbus ist ein Joint Venture der Deutschen Post und des ADAC. Seit November 2013 ist der ADAC Postbus auf Deutschlands Straßen unterwegs. Zuverlässigkeit, Komfort und Sicherheit stehen dabei im Mittelpunkt.

Quelle: rosenheim24.de

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