Gleisarbeiten: "Alles läuft wie am Schnürchen"

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Polier Mario Stiel erläutert dem Endorfer Bauamtchef Günter Bayer den Einbau und die Funktion der Blindenleitstreifen (Bildmitte, geriffeltes Pflaster), die sehbehinderten Reisenden als Orientierungshilfe dienen und die Bahnsicherheit zugleich erhöhen werden.

Bad Endorf - "Wir liegen voll und ganz im Zeitplan", bilanziert der Polier der Firma Leonhard & Weiß, Mario Stiel. Er ist in enger Zusammenarbeit mit anderen Firmen für die kompletten Bahnsteigmodernisierungsarbeiten verantwortlich.

Nicht nur die gute Witterung, sondern auch das zeitlich gut abgestimmte Zusammenspiel aller Beteiligten von der DB AG über die Marktgemeinde Bad Endorf bis hin zu den Baufirmen ist der Grund dafür, dass die Bauarbeiten aller Voraussicht nach bis zum 18. November zum Abschluss gebracht werden.

 Die seit dem 13. Oktober andauernde Betriebsamkeit rund um das Bad Endorfer Bahnhofsareal, die regelmäßig weit hin durch laute akustische Warnsignale wahrzunehmen ist, läuft weiter auf Hochtouren. Die umfangreichen Gleiskörperbauarbeiten am Gleis 2 sind fast komplett abgeschlossen. Auf einer Länge von knapp 1500 Metern erfolgte eine Erneuerung des alten Gleisbetts. Die Hauptarbeit übernahm dabei eine Spezial-Schotterreinigungsmaschine mit einer imposanten zusammengekoppelten Gesamtlänge von 300 Metern samt einer 16-köpfigen Bedienungsmannschaft. Beendet ist auch der teilweise Rück- und Neubau von Gleis 1.

Aktuell liegt das Hauptaugenmerk der Bauarbeiten auf dem westlichen Bahnhofsvorplatz. Hier wird derzeit mit Hochdruck an dem barrierefreien Zugang zum Gleis 2 gearbeitet. Auf einer Länge von 320 Metern erfolgt die Anhebung des Bahnsteigs mit einem neuen Fundamentbau samt Leitungsverlegung und Entwässerung um 55 Zentimeter über die Schienenoberkante. Des Weiteren werden neue Kanten- und Abdecksteine verlegt. Zwei Wetterschutzanlagen mit Sitzgelegenheiten sowie eine neue Lautsprecheranlage und eine optimierte Beleuchtung komplettieren die umfangreichen Modernisierungsmaßnahmen. Speziell farblich abgesetzte, helle Blindenleitstreifen, deren Pflasteroberfläche dazu noch grob geriffelt ist, sollen sehbehinderten Reisenden die Orientierung auf dem Bahnsteig erleichtern und zur Erhöhung der Sicherheit beitragen.

Knapp 25 Arbeiter aus dem gesamten deutschen Raum bis aus Schwerin werkeln derzeit von Anbruch der Morgendämmerung bis zum Einbruch der Dunkelheit auf dem Bahnhofsvorplatz. Endorfs Bauamtchef Günter Bayer ist durch Ortstermine mit den Bauleitern ständig auf dem Laufenden. Auch sein Fazit fällt positiv aus: "Viel Lob bekommen wir aus der Bevölkerung. Der mehrheitliche Tenor lautet: Hier wird nicht gekleckert, sondern richtig geklotzt. Die Endorfer sehen, dass die Arbeiten mit hohem Tempo zügig vorangetrieben werden".

In diesem Zusammenhang bittet der Gemeindevertreter auch für die letzten Arbeitstage noch einmal um Nachsicht: "Die Marktgemeinde und die ausführenden Baubetriebe als auch die DB AG sind sich über das hohe Maß der Lärmbelästigung für die betroffenen Anwohner als auch über die Einschränkungen des Bahnbetriebes für die Reisenden bewusst. Doch ist das Ende der Bauarbeiten mehr als deutlich in Sicht."

tn/Oberbayerisches Volksblatt

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