Kritik an Sponsor - Marktgemeinderat erörtert Thema erneut

Anlage wieder fraglich

Prien - Ob im Eichental ein Fitness-Parcours entsteht (wir berichteten), ist wieder fraglich. Die Ursache ist grundsätzliche Kritik aus den Reihen des Marktgemeinderats am Sponsor der Geräte, der Firma "Müller Milch".

Das Gremium wird das Vorhaben voraussichtlich in seiner Juni-Sitzung noch einmal auf den Prüfstand stellen. Die Vorgeschichte: Die Priener Tourismus GmbH (PTG) hatte bei einem Wettbewerb als einer von fünf Bewerbern in Bayern den Zuschlag erhalten. "Müller Milch" will den Gewinnern jeweils einen Parcours mit sieben Stationen im Wert von 25000 bis 30000 Euro zur Verfügung stellen.

Der Bauausschuss hatte sich in seiner jüngsten Sitzung deutlich mit sieben zu zwei Stimmen einverstanden erklärt und einen Standort nahe der Tennisplätze im Eichental für die Geräte festgelegt.

Neben Landwirt Georg Fischer (CSU-Fraktion/parteilos) hatte Alfred Schelhas (SPD) dem Sponsor "Müller Milch" im Ausschuss seine politische Unterstützung versagt und gegen den Parcours gestimmt.

Im Marktgemeinderat scheiterte Schelhas zwar nun mit dem Antrag zur Geschäftsordnung, das Thema in die Tagesordnung aufzunehmen. Anträge zur Geschäftsordnung müssen einstimmig angenommen werden. Fünf CSU-Räte stimmten aber dagegen. Jürgen Schuster begründete stellvertretend, dass er zu wenig Informationen habe, um diskutieren und entscheiden zu können.

Schelhas wiederum erläuterte, dass er nach der Entscheidung im Bauausschuss mehrere Mitglieder dieses Gremiums "über die Praktiken der Firma Müller informiert" habe. Diese hätten anklingen lassen, dass sie in Kenntnis dieser Informationen unter Umständen anders abgestimmt hätten.

Bürgermeister Jürgen Seifert bestätigte, dass zwischenzeitlich mehrere gleichlautende Anträge anderer Gemeinderäte eingegangen seien. Voraussichtlich wird der Fitness-Parcours in der Juni-Sitzung des Marktgemeinderates deshalb noch einmal diskutiert.

Die Vergabe der vorbereitenden Arbeiten im Eichental ist laut Seifert aufgrund der jüngsten Entwicklung bis auf Weiteres gestoppt worden.

db/Chiemgau-Zeitunga

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