Anlieger fordern Tempo 30 in Irschen

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Die Bürger fordern Tempo 30 in Irschen.

Bernau - Tempo 30 am Bahnhof fordert gut ein Dutzend Bürger. Eine Geschwindigkeitsbegrenzung vor ihren Haustüren wünschen sich die Anlieger der Irschener, der Aicher-, der Baumann- und der Unterfeldstraße sowie an der Bahn.

In der Bürgerversammlung (wir berichteten bereits) ging Bürgermeister Klaus Daiber auf Distanz: Er verwies auf "einige" Messungen in der Baumannstraße. "Selten wird Tempo 50 erreicht", so der Rathauschef.

Mit ihren Unterschriften haben 15 Anlieger im Ortsteil Irschen ihre Forderung nach einer durchgehenden Tempo-30-Zone bekräftigt. Diese Listen haben Christiane Koschack und Bettina Doppler-Dahms jetzt im Vorfeld der Bürgerversammlung ins Rathaus geschickt. In ihrem Begleitschreiben betonen sie, dass der Verkehr in diesen Straßen "immer mehr wird". Vor allem auch auf der "Durchgangsstraße" zum Lagerhaus "Ramsl" nehme er zu. "Wir sehen eine große Gefahr für unsere Kinder sowie für die Bewohner des Altenheimes Georgihof und Aicherhof", so Koschack und Doppler-Dahms. Der Großteil der Lkw und Pkw fahre "mit hoher Geschwindigkeit" durch die Straßen.

In der Bürgerversammlung äußerten sich Koschack und Doppler-Dahms nicht. Daiber nahm zu ihrem Antrag Stellung und meinte, dass die Fahrzeuge nicht so schnell fahren, wie die Anlieger oft annehmen. In der Baumannstraße werden die innerorts zulässigen 50 km/h nur in seltenen Fällen überschritten. Und wenn Fahrzeuge zu schnell unterwegs seien, dann sitzen laut Daiber "überwiegend" keine Auswärtigen, sondern vielmehr Anlieger am Steuer. Zahlreiche Beiträge kamen in der Bürgerversammlung. Jürgen Kleinhans sagte, dass die Bahnhofsunterführung nach Sprühereien "unter aller Sau ausschaut". Daiber entgegnete ihm, dass Gemeinde und Polizei den Spühern auf den Fersen seien. Und der Rathauschef versprach, dass "schnellstens etwas gemacht wird".

Fußgänger gefährdet

Peter Stangwald - er sprach nach eigenen Angaben auch für Ursula Schötz - kritisierte den zunehmenden Verkehr auf der Straße "Am Mühlwinkl". Die Fahrzeuge, etwa auch Bier- und Möbelwagen, gefährden seinen Ausführungen zufolge die Fußgänger und Radfahrer immer mehr. Vor allem auch "alte Leute", die im Rollstuhl sitzen, seien eingeengt. Stangwald forderte, die Straße für den Durchgangsverkehr zu sperren - was die Gemeinde jedoch, wie Daiber entgegnete, "auf keinen Fall tun kann". Schließlich seien "Am Mühlwinkl" ein Gewerbe- und ein Berherbergungsbetrieb.

Die Baumannstraße sei, so Burgi Stadler, in einem "desolaten Zustand". Auch aus diesem Grund müsse über eine Geschwindigkeitsbegrenzung nachgedacht werden. Daiber stimmte ihr zu, dass die Straße "vom Wasser her eine Katastrophe" sei. Auf Anfrage der Chiemgau-Zeitung ergänzte gestern Helmut Schuhbeck von der Gemeindeverwaltung, dass jedoch in Bernau viele Straßen "in einem noch schlechteren Zustand" seien. Bislang sei eine Sanierung der Baumannstraße in diesem und im nächsten Jahr noch nicht geplant. Von einem "Lkw-Desaster" im Eichet sprach Gerold Bergen. Seinen Angaben zufolge halten viele Lastwagen an den Rändern der Fahrbahnen und machen sie damit "kaputt". Aldi sei gefordert, Lkw-Parkplätze zu schaffen. Daiber sagte zu, "dranzubleiben". Ekkehard Barchewitz meinte, dass er "zunehmend einen Leerstand von Geschäften" feststellen müsse. Um diesen Trend zu stoppen, forderte er die Gemeinde auf, noch einmal die Pläne für den Markt in Bernau-Süd zu überprüfen. Daiber entgegnete ihm, dass der Markt "sicherlich keinen Leerstand erzeugen wird". pü

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