Appell an die Vernunft der Autofahrer

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Sofern die restlichen Grundstücksverhandlungen zügig abgewickelt werden können, könnte mit dem Ausbau der Seestraße in Seeon im Mai begonnen werden. Mit dieser Baumaßnahme soll die Gehweglücke zwischen der Einmündung der Schulstraße (Foto) und dem Kloster Seeon geschlossen und gleichzeitig Engpässe aus der Welt geschaffen werden.

Seeon-Seebruck - Die allgemeine Verkehrssituation im Ort und die künftige Nutzung des ehemaligen Hotels "Scheitzenberg" bewegte die Gemüter auf der Seeoner Bürgerversammlung.

Die allgemeine Verkehrssituation im Ort und die künftige Nutzung des ehemaligen Hotels "Scheitzenberg" bewegte die Gemüter in der gut besuchten Seeoner Bürgerversammlung im Gasthaus "Alter Wirt". In der Diskussion stand auch die Schülerbeförderung durch öffentliche Verkehrsmittel zu den weiterführenden Schulen.

Konrad Daxenberger regte dazu an, für die Schüler, die das Gymnasium oder die Realschule in Traunreut besuchen, von der Gemeinde einen Bus einzusetzen. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, auf die die Schüler angewiesen seien, seien die Kinder in der Früh bis zu einer Stunde unterwegs, beklagte Daxenberger.

Bürgermeister Glück konnte dazu keine Versprechungen machen, zumal die Schülerbeförderung der Gymnasiasten und Realschüler Sache des Landkreises sei und nicht in den Zuständigkeitsbereich der Gemeinde falle.

Zur Verkehrssituation im Ort appellierte er generell an die Vernunft der Autofahrer. Hier wurde die "Gehwegparkerei" bei der Raiffeisenbank und das Verhalten der Autofahrer im Bereich der Schule und des Wohnheims der Lebenshilfe kritisiert. Gleichzeitig werde in der Altenmarkter Straße zwischen Hedis Shop und dem Prometheus (Kreisverkehr am Ortseingang) viel zu schnell gefahren. Ein Fußgängerüberweg im Bereich des Gasthauses Neuwirt und der Raiffeisenbank könnte nach Ansicht eines Bürgers, der in der Versammlung einen offiziellen Antrag für eine Querungshilfe stellte, Abhilfe schaffen. Glück versicherte, bei den zuständigen Fachbehörden vorstellig zu werden.

Zur künftigen Nutzung des ehemaligen Hotels "Scheitzenberg", das im Besitz der Gemeinde ist, stellte er deutlich heraus, dass das Grundstück nach dem mehrheitlichen Willen des Gemeinderates einer touristischen Nutzung zugeführt werden soll. Vor diesem Hintergrund habe sich der Gemeinderat gegen das Vorhaben eines Investors ausgesprochen, das Areal touristisch in Kombination mit einer Mehrgenerationen-Wohnanlage zu nutzen.

Im Rahmen seines umfangreichen Rechenschaftsberichts informierte der Rathauschef auch über den bevorstehenden Ausbau der Seestraße in Seeon. Den Ausbau des Teilstücks zwischen der Einmündung in die Schulstraße und dem Kloster Seeon in Eigenregie durchzuführen wurde deshalb möglich, weil die frühere Kreisstraße der Ortsdurchfahrt Seeon zwischen dem Kreisverkehr und der Einmündung in die Staatsstraße bei Grünweg zur Orts- und Gemeindeverbindungsstraße abgestuft wurde. Ab Mai dieses Jahres könnte der langersehnte Wunsch, die Gehweglücke zu schließen und damit Engpässe und Gefahrenzonen aus der Welt zu schaffen in Erfüllung gehen. Wie Glück mitteilte, sei der Bauentwurf für die Straßensanierung und den Gehwegbau fertiggestellt und auch der Förderantrag sei bereits eingereicht worden. Sollten die noch ausstehenden restlichen Grundstücksverhandlungen zügig abgewickelt werden können - wozu der Zweite Bürgermeister, Hans Huber, dem Gemeindeoberhaupt "viel Glück" wünschte - könnte im Mai mit den ersten Bauarbeiten begonnen werden. In der Hauptsaison im Juli und August sollen die Arbeiten ausgesetzt und im September dann wieder aufgenommen werden.

Mit der Fertigstellung der rund 1,9 Millionen Euro teuren Baumaßnahme ist 2013 zu rechnen. Die Gesamtkosten teilen sich auf in den Straßen- und Gehwegbau mit 1,65 Millionen Euro und den Wasserleitungsbau mit 245000 Euro.

Glück erwähnte auch, dass die Erschließungsmaßnahmen des neuen Baugebietes "Seeon-Klosterweg" abgeschlossen seien und von den insgesamt fünf Grundstücken noch zwei Parzellen zur Verfügung stünden. Dagegen sei das Gewerbegebiet Seeon II ausgeschöpft. Die Gemeinde sei aber bestrebt, im Gewerbegebiet Schachfeld in Seeon weiteren Gewerbegrund ausweisen zu können.

ga/Chiemgau-Zeitung

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