Bärnsee-Badeverbot wird strikt kontrolliert

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Der Bärnsee von oben.

Aschau - Die Hitze hat die Menschen zuletzt immer wieder an den Bärnsee gezogen. Dabei darf man dort seit 1988 nicht mehr baden. Die Behörden wollen jetzt durchgreifen:

Die anhaltende Hitze hat Einheimische und Urlaubsgäste in den vergangenen Wochen verstärkt an den Bärnsee in Aschau gezogen. Die Untere Naturschutzbehörde im Landratsamt Rosenheim sieht sich deshalb gezwungen, an das seit 1988 geltende Badeverbot zu erinnern.

Auch das Betreten der sensiblen Uferbereiche ist nicht gestattet. Der Zugang an die Ufer- und Streuwiesenbereiche in der Osthälfte des Bärnsees ist nur auf den angelegten Wanderwegen zulässig.

Was den Moorsee unter anderem auszeichnet ist ein Schwimmblattgürtel aus Teichrosen, der sich um den gesamten See erstreckt. Meist ist er zehn Meter breit, an einigen Stellen sind es sogar bis zu 25 Meter. Dieser Bereich ist Schutz- und Lebensraum für eine Vielzahl bedrohter und daher geschützter Arten wie beispielsweise Wasserfrösche und Libellen. Auch die den See umschließenden Erlenbestände auf schwingrasenartigem Untergrund oder die Nass- und Streuwiesen mit ihren zur Familie der Sauergrasgewächse gehörenden Seggen sowie den Binsen sind wertvoller Lebensraum.

Um den Bärnsee und seine Umgebung vor Veränderungen zu schützen, wurde das Gebiet vor beinahe 50 Jahren vom Landkreis Rosenheim als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen. Vor 25 Jahren wurde zudem eine Verordnung mit dem Badeverbot erlassen.

Dessen Missachtung führte gerade in jüngster Zeit zu deutlich sichtbaren Schäden. Es gibt Trampelpfade unterschiedlicher Breite, um den feuchten, nachgebenden Uferboden zu überwinden wurden Bretter und ähnliche Gegenstände eingesetzt und um Platz für Liegeplätze zu schaffen wurden Schilfbereiche zerstört. Die Untere Naturschutzbehörde appelliert an alle Badehungrigen, die umliegenden Bademöglichkeiten wie das Aschauer Natur-Moor-Freischwimmbad oder den nahen Chiemsee zu nutzen und den Bärnsee und seine Umgebung vor weiterer Beeinträchtigung zu schützen. Die Naturschutzwacht wird die Einhaltung des Bade- und Betretungsverbots verstärkt überwachen. Hartnäckige Zuwiderhandlungen werden mit einer Geldbuße geahndet.

Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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